Uni in Elite-Runde zwei

Mit ihrem neuen Entwurf ist die Universität Heidelberg auf dem Weg auf das Elite-Treppchen einen Schritt weiter gekommen. In allen drei Förderlinien wurde die Uni aufgefordert, neue Anträge zu stellen. Nach der kalten Dusche in Runde eins der Exzellenzinitiative, in der das Zukunftskonzept „Heidelberger Weg“ letztlich scheiterte, soll der Elite-Titel und vor allem die damit verbundene Finanzspritze von jährlich 21 Millionen Euro nun in der zweiten Runde geholt werden.

Zwei Monate lang hatte das Rektorat Zeit, die Kritik von Wissenschaftsrat und Deutscher Forschungsgemeinschaft auszuwerten und einen Verbesserungsvorschlag des „Heidelberger Weges“ auszuarbeiten (siehe ruprecht 105).

Auch die Heidelberger Wissenschaftler hatten Gelegenheit, die Verbesserungsvorschläge umzusetzen und neue Konzepte für die beiden ersten Förderlinien, Exzellenzcluster und Graduiertenschulen, zu entwerfen. Wer jetzt zur Antragseinreichung aufgefordert wurde, ist in der Endauswahl und hat bis Mitte April Zeit, den Antrag auszuarbeiten. Das sind in Heidelberg neben dem Antrag in der dritten Förderlinie je drei Exzellenzcluster und Graduiertenschulen.

Die Gewinnner der zweiten Runde werden im Oktober bekannt gegeben. Obwohl für viele feststeht, dass dann auch Heidelberg zur Elite der deutschen Unis gehört, will das Rektorat fleißig sein, damit die anfängliche Gewissheit nicht wie im letzten Jahr in eine Enttäuschung mündet.

(bat)    


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