Te-Deum rocken das Delta

Melodisch-Druckvolles für den Gehörgang

Wer hat eigentlich behauptet, dass Rockmusik im Rhein-Neckar-Delta ein Nischendasein fristet? Dabei genügt doch der Besuch nur eines Konzerts von Te-Deum, um sich vom Gegenteil zu überzeugen!

Brachial und treibend, dabei melodiös und bestechend eingängig – so lässt sich in wenigen Worten das Soundmonster umschreiben, das die sechs Vollblutmusiker bei ihren Shows auf die Zuschauer loslassen.

Wem hier nicht stante pede die Tanzwut in die Glieder fährt, der muss wohl auf den Ohren sitzen: Denn was die Jungs da vom Leder schrubben, ist kraftvoller, mitreißender Nu-Melodic-Rock vom Feinsten, der sich durchaus nicht hinter internationalen Größen wie Nickelback oder Papa Roach zu verstecken braucht. Und mit dem sich Te-Deum in der Region schon längst einen Namen erspielt haben.

Die Wurzeln der Band reichen bis 1994 zurück, doch in heutiger Besetzung existieren Te-Deum erst seit fünf Jahren, als mit Joachim Fiebig nach langer Suche ein würdiger Nachfolge-Sänger für den ausgestiegenen Ron Marsmann gefunden wurde.

Und seitdem ist einiges passiert: 2003 gewannen Te-Deum den europaweiten Drum-Newcomer Wettbewerb, 2005/06 folgten beste Platzierungen beim „Mannheim Music Award“ und „Ten-Sero Bandcontest“ in Freiburg. Zur gleichen Zeit erschien mit „Rearranged“ ihr erstes Album: ein beeindruckendes Klangbiest, das sich mit Songs wie „Recently“, dem druckvollen „Trust“ oder dem athmosphärisch-dichten Smashhit „Never“ unnachgiebig im Gehörgang festbeißt. Und dabei, all seiner Größe zum Trotz, dem Live-Erlebnis noch lange nicht das Wasser reichen kann: Te-Deum auf der Bühne, das ist manifeste Leidenschaft, vertonte Energie.

Bis zum nächsten Auftritt wird allerdings noch ein wenig Zeit verstreichen müssen: Derzeit haben sich Te-Deum ins Studio zurückgezogen, um an Songs für ihr zweites Album zu basteln. Und eines darf man sich gewiss sein: Mit dem „Rearranged“-Nachfolger werden die Jungs von Te-Deum die Messlatte für lokale Rockmusik ein weiteres Mal deutlich nach oben verschieben.

Oder, wie es Sänger Joachim Fiebig in einem ersten verschmitzten Ausblick formuliert: „Da entsteht wieder richtig feines Ohrfutter...“

(lgr)    


Inhaltsverzeichnis Ausgabe 106