Threes

Sparta

Der Streit ums musikalische Erbe – nicht selten wird er so verbissen geführt als ginge es um volle Konten. Auf der einen Seite der große Bruder: The Mars Volta, einst wie ein Phönix aus der Asche von At The Drive-Inn emporgestiegen, um mit verschwurbelten Soundgerüsten die Rockwelt zu revolutionieren. Auf der anderen Seite: Sparta, ordentliche Gitarrenkünstler, aber im direkten Vergleich oft als minderbemitteltes Nesthäkchen belächelt.

Anno 2007 darf man sich der familiären Rollenverteilung nicht mehr so sicher sein: Mit „Threes“ haben sich Sparta ein erfrischend mitreißendes Album aus den Lenden gepresst, das „Amputechture“ von Mars Volta auf der Liebhabe-Skala weit hinter sich lässt. Kraftvoll-melodische Gitarren, gepaart mit dem eindringlichen Gesang von Jim Ward lassen Hörerherzen höher schlagen; dichte, athmosphärische Arrangements à la ...Trail Of Dead schaffen ein Klangerlebnis der besonderen Art.

Selten hat Emanzipation besser geklungen; ein Muss!

(lgr)    


Inhaltsverzeichnis Ausgabe 106