Not Too Late

Norah Jones

Wer eine melodische, stimmungsvolle Platte mit gepflegten Arrangements sucht, von einer attraktiven Stimme gefühlvoll vorgetragen, der ist mit Norah Jones‘ neuem Album „Not too late“ gut beraten.

Entspannte Songs, irgendwo zwischen Jazz, Country und Folk angesiedelt, verbreiten verträumte Melancholie, sobald das Silberscheibchen im Player liegt. Eine Wohltat für gestresste Gemüter, und ein musikalischer Joker für lauschige Plauderabende mit guten Freunden – ganz wie man das von einem Norah Jones-Album erwartet.

Ungewöhnliche Songs mit Ecken und Kanten sucht man auf „Not too late“ dagegen vergeblich. Große Überraschungen bleiben aus, und so wird das neue Album der schönen New Yorkerin schnell langweilig.

Übrig bleibt seichte Wohlfühlmusik ohne Biss – wenn auch auf hohem Niveau, was Arrangements und Vortrag angeht. Ein bisschen weniger gefälliger Mainstream, ein wenig mehr musikalisches Wagnis hätten diesem Album gut getan.

(hri)    


Inhaltsverzeichnis Ausgabe 106