Revolution in Wellington

Ausgehen in Neuseelands Hauptstadt: Die Cuba-Street

Von Julia Lenders, Wellington (Neuseeland)


Alle erzählen immer nur von Neuseelands toller Landschaft, „Herr der Ringe“ und Bungy. Wellington ist kreatives Herzstück des Landes am anderen Ende der Erde und seine Hauptschlagader ist die Cuba Street: Einkaufsstrasse, Vergnügunsmeile und Zentrum des alternativen Lebens.

Freitags, zwei Stunden vor Mitternacht sind hier beinahe so viele Menschen auf den Beinen wie am Tag. Wir starten unseren Abend in der Good Luck Bar, einer süßen Bar im Keller. Obwohl es einen DJ gibt, wird eher wenig getanzt. Das Ambiente ist eher ruhig und neben den Stehtischen gibt es auch eine kleine Restaurantecke. „Ausladend“ ist hier noch nicht mal im Ansatz das richtige Wort, um die Cocktailliste zu beschreiben.

Nach einem Tequila Sunrise geht es weiter ins Indigo. Die Musik ist schon von der Straße aus zu hören. Kein Wunder, denn es gibt einen riesigen Balkon für die Raucher. Hier finden regelmäßig Konzerte lokaler Indiebands statt, die den meist günstigen Eintritt normalerweise rechtfertigen. An anderen Abenden legt ein DJ auf.

Die Menge der tanzenden Menschen ist sehr viel größer. Das Ambiente erinnert etwas an die Villa Nachttanz in Wieblingen, wenn es hier auch viel luftiger ist. Um zwei Uhr morgens ist die Party in vollem Gange, doch wir gehen in das gegenüberliegende Midnight Espresso. Das Cafe hat bis morgens um drei geöffnet und bietet neben Kaffee und Cola auch eine riesige Auswahl an veganem und Bio-Essen. Zu empfehlen sind die Nachos oder der Schokokuchen (siehe Bild), alles garniert mit riesigen Blüten.

Man sitzt entspannt an der Bar am Fenster und kann in Ruhe das Partyvolk und den Eingang vom Sexshop an der Ecke beobachten.


Inhaltsverzeichnis Ausgabe 106