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 Feuilleton
12.07.2011

Na, schönen Tod gehabt?

Peter Paradeisers „Himmelreich und Höllental“

Peter Paradeiser: „Himmelreich und Höllental“

Erwin Knautschke ist Detektiv und eigentlich unauffällig. Doch: Er ist tot. Er ist im Himmel, hat Migräne und grausige Visionen. Andere Himmelsbewohner erinnern sich an ihren Tod als ein wunderbares Erlebnis, doch Knautschke ist sicher, dass sein Tod kein natürlicher war. Er forscht nach.

Dank „alter Himmelsgesetze“ darf er dreimal die Erde besuchen, um dort die Umstände seines Todes zu klären. Knautschke ist ein starker Charakter, der dem lieben Gott viel Geduld abverlangt und den Leser oft zum Lachen bringt.

Dieser Krimi des Autoren Peter Paradeiser, bisher bekannt unter dem Pseydomym Marcus Imbsweiler, besticht durch die ungewöhnliche Perspektive eines „Seligen“, der sich seine eigenen Gedanken über das Leben „da unten“ macht. Gleichzeitig wirft Paradeiser auch Fragen über unsere Gesellschaft, über Harmoniesucht und Diktatur auf.

Dass er Philosoph ist und einmal Priester war, bleibt nicht verborgen. Trotzdem ist „Himmelreich und Höllental“ kein religiöses Buch – es wird auch viel kritisiert. Das Ergebnis ist ein spannender Krimi mit Tiefe, der auch die Lachmuskeln immer wieder herausfordert.


Peter Paradeiser: „Himmelreich und Höllental“, Gmeiner Verlag, 324 Seiten, 11,90 Euro

von Claudia Pollok
   

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