ruprecht-Logo Banner
ruprecht/Schlagloch-doppelkeks-Jubiläum
Am 13.10. feiern wir 25 Jahre ruprecht/Schlagloch und 10 Jahre doppelkeks [...mehr]
ruprecht auf Facebook
Der aktuelle ruprecht
ruprecht vor 10 Jahren
Andere Studizeitungen
ruprechts Liste von Studierendenzeitungen im deutschsprachigen Raum
ruprecht-RSS
ruprecht-Nachrichten per RSS-Feed
 Heidelberg
15.11.2011

Kreativität im Gaswerk

In den "Breidenbach Studios" wird Kunst gelebt

Die Breidenbacher (von links): Paul Heesch, Shiva Hamid, Michael Geiße, Pascal Baumgärtner. / Foto: Tamara Tucev

Vor kurzem ist ein √§lterer Herr zu einer Besichtigung der Breidenbach Studios erschienen und hatte eine Propangasflasche in der Hand. Er fragte, ob es hier wieder Gas gebe. Doch Gas gibt es hier nicht mehr, daf√ľr aber jede Menge Kunst.

Die Frage des Herrn ist naheliegend, denn einst befand sich in dem Geb√§ude tats√§chlich eine Propangas-F√ľllstation. Eine Tafel neben der eisernen T√ľr erinnert daran und die Inschrift im Inneren: ‚ÄěNicht rauchen!‚Äú Noch heute erinnert der jahrelang leer gestandene Betonbau an ein verfallenes Industriegeb√§ude, mit seiner n√ľchternen, quadratischen Form, mit seinen besprayten Au√üenw√§nden, den tr√ľben Fenstern, der verrosteten Treppe, dem Unkraut auf dem Dach.

Das Innere sieht aus, als sei das Gebäude eben zum ersten Mal wieder geöffnet worden. Die Wände sind noch weitgehend kahl und leer. Alles wirkt provisorisch, ganz so, wie man sich eine Kunstfabrik vorstellt.

Wie bei der gegen√ľberliegenden Hebelhalle ist auch hier ein leer stehender Zweckbau genutzt worden, um einen Ort der Kunst zu schaffen ‚Äď einen ‚ÄěOrt kreativen Schaffens und Miteinanders‚Äú, wie es das Transparent bei der Er√∂ffnungsfeier verk√ľndet.

Bereits im M√§rz 2001 haben die vier Heidelberger Jungunternehmer Shiva Hamid, Pascal Baumg√§rtner, Michael Gei√üe und Paul Heesch die ‚ÄěBreidenbach Studios‚Äú gegr√ľndet. Sie wollen Kreativen und unbekannten K√ľnstlern einen k√ľnstlerischen Freiraum geben, an dem sie ihre Projekte verwirklichen k√∂nnen. Am vorletzten Samstag wurden die Studios dann mit Sektempfang, Reden und einer Zaubershow er√∂ffnet.

In neun R√§umen, die man f√ľr begrenzte Zeit mieten kann, haben die K√ľnstler nun die M√∂glichkeit, zu experimentieren, sich auszuprobieren, zu arbeiten und Gleichgesinnte zu treffen. So sind bereits verschiedene Sparten in den neun Ateliers, Werkst√§tten und √úbungsr√§umen vertreten: Im Obergeschoss befinden sich Medien- und Objektkunst, Social-Media-Entwicklung und Kulturwissenschaft, im Untergeschoss Musikproduktion, Mode- und Lampendesign.

Einmal im Monat werden die R√§ume der √Ėffentlichkeit zug√§nglich gemacht. F√ľr drei Jahre haben die Initiatoren das Geb√§ude von der Stadt Heidelberg gemietet. Sie sind damit Teil eines Projekts, das vorsieht, ungenutzte, leer stehende Geb√§ude zu Kunst- und Kulturzentren zu machen. Wie es nach Ablauf der drei Jahre weitergeht, wei√ü aber noch niemand.

von Michael Abschlag
   

Archiv Heidelberg 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004