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20.06.2013

Man of Steel

3 von 5 rupis: Opulentes Action-Feuerwerk, nicht mehr und nicht weniger

Als der Held sich davonstahl: Henry Cavill als Superman. / Foto: warnerbros.com.

Mit "Man of Steel" bringen der Regisseur Zack Snyder ("300", "Watchmen") und sein Co-Produzent Christopher Nolan ("The Dark Knight", "Inception") den mit am meisten Spannung erwarteten Superheldenfilm dieses Jahres ins Kino. Spiegel Online und Sueddeutsche.de haben beide einen Verriss geschrieben. Doch ist dies dem Film gegen├╝ber gerechtfertigt?

Der Film beginnt auf Krypton, dem Heimatplaneten Supermans, oder Kal-El, wie er dort genannt wird. Er ist das erste Kind seit Jahrhunderten, das auf nat├╝rlichem Wege gezeugt wurde. Denn schon lange pflanzt sich die Bev├Âlkerung durch k├╝nstliche Reproduktion fort. Nichts soll mehr dem Zufall ├╝berlassen werden. So sieht es der Anf├╝hrer der Streitm├Ąchte Zod, der B├Âsewicht des Films. Nach einem missgl├╝ckten Putschversuch wird er verbannt. Der Planet, der bereits schon sehr instabil ist, implodiert. Vorher gelingt es aber noch den Eltern Supermans, ihn auf die Erde zu schicken.

Dort w├Ąchst er auf einer Farm auf. Schon bald merkt er, dass er au├čergew├Âhnlich ist, muss dies allerdings vor allen verstecken. Vor allem seines Ziehvaters wegen, der ihm im Kindesalter seine wahre Herkunft er├Âffnet. Doch eines Tages taucht Zod auf der Erde auf und fordert etwas, was die Eltern Supermans in seiner Raumkapsel mit ihm auf die Erde geschickt haben. Ein epischer Kampf ist vorprogrammiert.

Wer hier einen Film mit gro├čem Tiefgang und philosophischer Breite erwartet, wird bitter entt├Ąuscht. Aber mal ehrlich: Warum schaut man sich einen Superman-Film an? Nat├╝rlich wegen der Action. Und die bietet der Film en masse. Wenn man sich die Menge und Klasse der Special Effects ansieht, dann kann man erahnen, wohin die 220 Millionen Dollar Bugdet des Films geflossen sind.

Nachdem Krypton in den ersten 20 Minuten spektakul├Ąr vernichtet wird, zeigt der Film vor allem viele kleine R├╝ckblenden Supermans. So etwa aus seiner Kindheit, Jugend und als junger Erwachsener, wo er ziellos verschiedenste Jobs, vom Fischer auf einem Boot bis zum Kellner, annimmt. Allerdings tragen diese R├╝ckblenden selten zur Entwicklung der Geschichte bei, sondern man wartet immer nur gespannt darauf, wann er endlich seine Superkr├Ąfte zum Einsatz bringt.

Als Zod dann auf der Erde auftaucht, treffen zwei ebenb├╝rtige Gegner aufeinander. Zod will auf der Erde das zerst├Ârte Krypton wieder auferstehen lassen, was aber gleichzeitig den Tod der gesamten Menschheit bedeuten w├╝rde. Das kann Superman nat├╝rlich nicht zulassen. Von da an wird der Film endg├╝ltig zu einem einzigen Special Effects Event. Jede Minute knallt es irgendwo. Wirklicher Tiefgang kann sich dort nicht entwickeln. Trotz der Action wirkt der Film allerdings in keiner Weise kitschig oder aufgesetzt.

So bietet der neue Supermanfilm, in dem das Wort Superman nur ein einziges Mal f├Ąllt, ein actiongeladenes Filmerlebnis, das sich vor allem auf den Hauptdarsteller selbst konzentriert. Seine Angst davor, sich der Welt zu offenbaren, macht mindestens die H├Ąlfte des Films aus. So rettet er den irdischen Ziehvater nicht vor einem Tornado, da er sonst seine wahren Kr├Ąfte offenbaren w├╝rde.

Fazit: Wer sich mit Kumpels einen netten Abend verbringen will und sich nicht an Special Effects vom feinsten sattsehen kann, f├╝r den lohnt sich der Film allemal.

 

von Thomas Leurs
   

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