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 Hochschule
16.05.2013

Viel Kampf um nichts

StuPa und StuRa glänzen nur mit Materialschlacht

Trotz des harten Wahlkampfes lag die Wahlbeteiligung bei der VS-Urabstimmung unter 20 Prozent. / Grafik: Jakub Szypulka.

Der StuRa hat gewonnen. Die Sieger k√∂nnen sich zurecht freuen, sie haben wie die Gegenseite alles in die Waagschale geworfen und es genauso verdient zu gewinnen. In Heidelberg wurde entsprechend leidenschaftlich und teilweise √ľber die Grenzen dessen, was statthaft ist, Wahlkampf gemacht. Das Ergebnis ist dennoch verheerend: √úber 80% haben beide Modelle nicht gew√§hlt, nur 17,55 Prozent der Studierenden gaben ihre Stimme ab.

Als jemand, der mittendrin war, ist es schwer zu sagen: War die Wahlbeteiligung so gering trotz oder wegen der Materialschlachten? Oder lag es daran, dass es nach der Abschaffung der Verfassten Studierendenschaft vor 37 Jahren eine konsequente Entpolitisierung der Studierenden gab und sie einfach gar kein Interesse haben, vertreten zu werden? Oder liegt es am Schulsystem, das durchweg nicht zu einer demokratischen Gesellschaft passt, sodass gerade trotz einer dreit√§gigen Wahlgerade bei denjenigen, die am l√§ngsten zur Schule gingen, kein Interesse besteht, auf welche Art und Weise sie k√ľnftig politisch vertreten werden? Man wei√ü es nicht.

K√ľnftig tragen jedenfalls alle die Verantwortung daf√ľr, dass die Studierenden sich wieder f√ľr ihre eigene Vertretung interessieren. Wichtig wird dabei vor allen Dingen eines sein: Ideologische Gr√§ben zu √ľberspringen und ein Interesse an sachdienlicher Zusammenarbeit zu haben. Egal, wie die Verfasste Studierendenschaft als Modell aussieht: Es kommt doch immer auf die Menschen an. Daher sollten nun alle ihren Sieg feiern oder ihre Wunden lecken ‚Äď und danach wieder zur Normalit√§t zur√ľckkehren.

Die Studierenden sind an der Universit√§t Heidelberg in einer √úberzahl: Aber daf√ľr m√ľssen die gew√§hlten Vertreter vor allen Dingen eines lernen: Man ist nur gemeinsam stark, wenn man eine Meinung vertritt, die m√∂glichst viele teilen. Kein Kompromiss kann so faul sein, dass man ihn nicht erstreben sollte. Wenn eine solche Arbeit k√ľnftig geleistet wird und die Verfasste Studierendenschaft ihre Gelder und Strukturen verantwortungsvoll nutzt, um auch alle zu erreichen, interessieren oder gar zu begeistern, dann kann sie auf lange Sicht das tun, was sie jetzt noch nicht kann: Mit Fug und Recht im Namen von 30.000 sprechen und nicht nur im Namen von ganz wenigen. Alle sind nun in der Bringschuld, die VS zu erhalten und zu st√§rken, nachdem dies in der Urabstimmung nicht gelungen ist.

 



Soweit das vorl√§ufige Wahlergebnis: Insgesamt gab es bei einer Wahlbeteiligung von 17,55 Prozent 4799 g√ľltige Stimmen. Davon erreichte der Studierendenrat 58,87 Prozent und liegt so knapp 900 Stimmen vor dem Studierendenparlament, f√ľr das sich 40,43 Prozent der Studierenden entschieden.

von Ziad-Emanuel Farag
   

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