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03.05.2010

UB-Kontosperre bereits ab 20 Euro

Strengere Gebührenordnung soll ab Juni die Rückgabemoral verbessern

Bisher sperrte die Universitätsbibliothek Heidelberg (UB) Nutzerkonten bei einer Mahngebührensumme von 40 Euro. In Zukunft soll die Ausleihe von Medien bereits ab einer Säumnisgebühr von 20 Euro gesperrt werden.

Bisher sperrte die Universitätsbibliothek Heidelberg (UB) Nutzerkonten bei einer Mahngebührensumme von 40 Euro. In Zukunft soll die Ausleihe von Medien bereits ab einer Säumnisgebühr von 20 Euro gesperrt werden.

 „Viele UB-Nutzer geben ausgeliehene Medien auch nach Ablauf der Leihfrist nicht sofort zurück“, berichtet Volker Wittenauer, Leiter der Benutzungsabteilung. Das verlängere die Wartezeiten von anderen Nutzern, die zum Beispiel Bücher vorgemerkt haben. Der niedrigere Sperrbetrag soll zu einer konsequenteren Bezahlung anfallender Gebühren führen und eine rechtzeitige Bücherrückgabe fördern.

Die UB wolle sich durch diese „pädagogische Maßnahme“ nicht bereichern, sondern erreichen, dass Rückgabefristen eingehalten werden und sich so der Service für die Nutzer erheblich verbessert. Bisher war die UB-Gebührenregelung im Vergleich zu anderen in Baden-Württemberg sehr liberal. Mannheim und Freiburg sperren die Nutzerkonten bereits bei einer Summe von 10 Euro Mahngebühren, die UB in Stuttgart sogar schon ab 6 Euro. Lediglich an der UB Konstanz dürfen die Nutzer noch 25 Euro Mahngebühren ansammeln, bevor die Ausleihe bis zur Bezahlung untersagt wird.

Die strengere Regelung zur Kontosperrung soll voraussichtlich ab dem 15. Juni 2010 gelten. Bereits ab dem 15. Mai will die UB automatische Benachrichtigungen an alle Nutzer verschicken, die ihre Mahngebühren schon länger nicht bezahlt haben. Laut Wittenauer bleibt den betroffenen Nutzern damit ausreichend Zeit, ihre Schulden noch rechtzeitig zu begleichen, bevor die Konten gesperrt werden.

von Marlene Kleiner
   

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