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 Heidelberg
29.01.2008

„Keine hĂ€rteren Strafen“

IntegrationsbĂŒrgermeister Erichson setzt auf PrĂ€vention

Wolfgang Erichson ist der erste deutsche BĂŒrgermeister fĂŒr Integration und Chancengleichheit. Seine Ziele fĂŒr Heidelberg: Migranten besser in den Arbeitsmarkt integrieren und benachteiligten Jugendlichen einen Schulabschluss ermöglichen.

Seit September hat Heidelberg als erste deutsche Stadt einen BĂŒrgermeister fĂŒr Integration und Chancengleichheit. Wolfgang Erichson (GAL) hat sein Amt mit einer klaren Vorstellung angetreten. Menschen mit Migrationshintergrund besser
in den Arbeitsmarkt zu integrieren und benachteiligten Jugendlichen einen Schulabschluss zu ermöglichen, sind dabei seine vorrangigen Ziele. Zusammen mit möglichst vielen gesellschaftlichen Gruppen, die sich um Migranten kĂŒmmern,
will der gebĂŒrtige Berliner dazu im Laufe des Jahres einen kommunalen Integrationsplan erarbeiten.

ZunĂ€chst will er einen runden Tisch einrichten, der aus Heidelberger WohlfahrtsverbĂ€nden, Vereinen oder WirtschaftsverbĂ€nden bestehen soll und der gemeinsam mit der Stadt Lösungen suchen soll. Eine bundesweite Milieustudie des hiesigen Forschungsinstituts Sinus Sociovision fand heraus, dass der soziale Hintergrund bei den Bildungs- und Aufstiegschancen wichtiger ist als die NationalitĂ€t. Mit 500 Stichprobeninterviews unter Heidelberger Migranten will Erichson im kommenden Jahr Informationen sammeln, welche Lösungen angemessen sind. „Dabei geht es
um Maßnahmen in Bereichen wie Sprachbildung oder Schul- und Berufsausbildung“, erklĂ€rte Erichson.

Auf die Frage, welche Maßnahmen fĂŒr Heidelberg die Richtigen seien: „Anders als die CDU will ich nicht Sanktionen in den Vordergrund stellen. Es geht vielmehr darum, den Menschen eine Perspektive zu bieten, damit sie nicht straffĂ€llig werden. Niedersachsen macht es vor: Das Land investiert in Ausbildung junger Migranten und kann eine sinkende AuslĂ€nderkriminalitĂ€t aufweisen. Bayern und Hessen hingegen sparen genau hier und erhöhen stattdessen die Strafen.
In beiden BundeslĂ€ndern steigt die KriminalitĂ€tsrate.“

von Michael Bachmann
   

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