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Eintopf


Leserbriefe

Zum Ersten

Leserbrief zum Artikel "Rumänien träumt noch" ruprecht Nr. 49

Sehr geehrte Frau Heidenreich!

Mit Interesse habe ich Ihren Bericht über Rumänien in Ruprecht 49 online gelesen. Dieser hat mir bis zum vorletzten Abschnitt gefallen.

Hier behaupten Sie, daß Rumänien mit Hilfe seiner Bodenschätze wirtschaftlich weiterkommen könnte. Sicher ist das Gegenteil richtig, der Bergbau hat u.a. das Land in den Ruin getrieben. Auch der Ausbildungsstand ist fragwürdig. Zum einen habe ich das selbst bei Hospitationen gesehen, zum anderen gehört Rumänien zu den Entwicklungsländern, die aus dem EU-Raum ständig Lehrmittel bekommen. Sicher haben sich in Rumänien geistige Größen aufgehalten, wie in jedem Land. Viele von ihnen haben das Land bereits in jungen Jahren verlassen. Das größte Unglück für Rumänien aber ist die darbende Landwirtschaft, die unter kommunistischer Herrschaft keine Investitionen tätigen durfte (s. Rentenkapitalismus).

Heute ist die Flur so zersplittert, daß schon die nächste Generation nicht mehr damit auskommen kann. Das ist besonders tragisch, denn die Agrargunst ist einer der wenigen Vorteile, die dieses Land hat.

Vor hundert Jahren hat leider das Land nicht geblüht. Das Land und

die Nation waren gerade ein paar Jahrzehnte alt. Die wirtschaftlich entwickelten Teile diesseits der Karpaten kamen 1921 zu Rumänien und

nahmen ab dann am allgemeinen Abwärtstrend teil. Jüngst hat ein Wiener Institut vom Teufelskreis der Selbstzerstörung in Rumänien berichtet.

Ich sehe es nicht als meine Aufgabe an, Sie zu belehren. Aus meiner Erfahrung von 8 Jahren Hilfe für Rumänien denke ich, daß der letzte Absatz Ihres Berichtes dazu verwendet werden könnte, dem Land zu schaden. Daß Sie das nicht wollen, zeigen Sie sehr deutlich.

Mit herzlichem Gruß

Matthias Schenkel

Zum Zweiten

Leserbrief zum Artikel "Offene Bühne" jeden Monat im ruprecht Nr. 57

Ein "Armutszeugnis" stellen Torsten Siche und Matthias Paul vom Romanischen Keller den subventionierten Theatern in Heidelberg aus, weil sie angeblich nicht in der Lage seien, "alternative Kulturgeschichten" wie die "Offene Bühne" ins Leben zu rufen. Zitat: "Wir sind das erste Theater hier in Heidelberg, das eine offene Bühne bietet."

Sehr vollmundig, sehr rebellisch, sehr innovativ, aber leider falsch. Der zwinger3 hat jahrelang mit Veranstaltungsreihen wie "Kwatschothek" und "Junge Dichter schlagen zu" genau jenes Konzept verfolgt, das jetzt als erstmalig in Heidelberg gefeiert wird. Beide Veranstaltungsreihen sind - vorübergehend - abgesetzt worden wegen mangelnder Qualität und vor allem stark nachlassender Resonanz.

Um nicht falsch verstanden zu werden: Wir schätzen die gute Nachbarschaft zu engagierten Theatermachern wie Siche/Paul und wünschen der Offenen Bühne im Romanischen Keller für die Zukunft mehr Erfolg als bei der ersten Auflage.

Christian Schönfelder, Dramaturgie

Zum Dritten

Leserbrief von einem Ex-ruprechtler

Hallo Ihr ehemaligen MitstreiterInnen!

Begeistert von der aktuellen Ausgabe, schicke ich Euch ein paar Grüße aus der fernen, bösen Welt des freien Arbeitsmarktes. Seit Mai 98 bin ich Volontärin beim Hamburger Lokalfernsehen "Hamburg 1". Hier werde ich als sogenannte Videojournalistin ausgebildet. Das bedeutet: Mädchen für alles, was beim TV so anfällt. Meine gebüffelten Ablautreihen habe ich alle schon vergessen. Nur die Layoutwochenenden mit ruprecht habe ich noch in bester Erinnerung!

Macht weiter so - Eure HD-Heimweh-gebeutelte Leserin und EX-Mitarbeiterin, Anja


Nicht verpassen

Sonntag, 21. Februar

Musik: Kronos Quartett (Stadthalle Heidelberg, 20 Uhr)

Montag, 22. Februar

Musik: Goethe Liederabend (Aula der Alten Uni, 20 Uhr)

Dienstag, 23. Februar

Musik: "Fun Opéra" - Amerikanisch-französisches Konzertspektakel (DAI, 20 Uhr)

Mittwoch, 24. Februar

Schoki: "Ein Mordsspektakel oder Tatort Heidelberg 2" - eine Führung auf den Spuren von Mordanschlägen und nie gelösten Mordfällen (Treffpunkt: Marienstatue auf dem Kornmarkt, 18 Uhr)

Freitag, 26. Februar

Theater: "Der Glöckner von Notre Dame", Musical (Stephanusgemeinde Pfaffengrund, Im Kolbengarten 7, 19.30 Uhr)

Vortrag: "Einführung in die Kunst der Gegenwart" - Reihe (Kunstverein, 19 Uhr)

Samstag, 27. Februar

Lesung: Lyrik-Marathon (Stadthaus Mannheim, 16 Uhr)

Sonntag, 28. Februar

Theater: "True Stories" - One-Person-Performance mit Penny Arcade (DAI, 20 Uhr)

Bereits zum 11. Mal veranstaltet der Heidelberger Club für Wirtschaft und Kultur (HCWK) sein Symposium, bei dem Studenten Gelegenheit haben, sich mit Praktikern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur auseinanderzusetzen.

Das Thema des diesjährigen Symposiums, das vom 14. - 16. April in den Räumen der Universität stattfindet, lautet: "Bild Dir Deine Zukunft - Identität im Neuen Jahrtausend". Wie wird sich ein Mensch im nächsten Jahrtausend selbst definieren? Als Deutscher? Als Mitarbeiter bei Daimler-Chrysler? Als Europäer?

Die vergangenen Symposien lockten jeweils etwa 500 interessierte Teilnehmer. Als Referenten für dieses Jahr haben bereits zugesagt: FDP-Generalsekretär Guido Westerwelle, Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD), Prinzessin Christiane zu Salm-Salm (Chefin von MTV-Deutschland) und MobilCom-Chef Gerhard Schmid. Für drei Tage Programm - Frühstück, Vorträge, Kolloquien, Kulturveranstaltung - zahlen Studenten 40 Mark. Anmeldungen und weitere Informationen: Heidelberger Club für Wirtschaft und Kultur, c/o ABB Stotz-Kontakt GmbH, Eppelheimer Straße 82, 69123 Heidelberg, Tel.: HD 701383, Fax: 701331. (kw)


Personals

jr! Doom? ist das nicht dieses schreckliche Spiel, bei dem man sich gegenseitig abknallt? - stw

stw! Ich war einer der ersten Besitzer in Deutschland! - jr

jr! Und darauf bist du stolz? - stw

stw! Mit Originalverpackung! - jr

stw! So etwas kann nur eine Frau sagen. - jr

ko! Schon mal was von Aids gehört?...Tüten sind Kondome für Bücher! - kw

alle! Strapsenfrau, die hab ich vorhin ganz schön nachbearbeitet - papa

papa, col! ...aber Ihr könnt es trotzdem gerne kürzen. Dann verkauf ich's halt dem Spiegel! - kw

stw! Paß auf die unsichtbaren Layoutelemente auf. - st

papa! Die Mädels surfen die Webseiten mit nackten Männern ab. - gan

alle! Warum sagt mir denn keiner, daß ich den Namen immer falsch geschrieben habe? - st

st! Was ich dir noch sagen wollte, du hast den Namen falsch geschrieben! - papa

alle! Füllt die Personals auf. - st

st! Womit auffüllen? - jös

jös! Hier reden eh alle so viel Blödsinn. - st

st! Das finde ich gut! - ko

ab! Guck mal: ---. Ätsch!!! - kw

kw! Was soll das? - jös

gan, jr! Beschränkt doch all eure Löschaktivitäten auf Feuer und Durst. - papa

alle! Ich konnte das ganze Wochenende nicht. - gan

gan! Du bist halt kein richtiger Mann - bw

alle! Ich bin ein Genie - glaube ich. - bak


Impressum

ruprecht, die Heidelberger Student(inn)en Zeitung, erscheint dreimal im Semester, jeweils Anfang Mai, Juni, und Juli, bzw. November, Dezember und Februar. Die Redaktion versteht ruprecht als unabhängiges Organ, das keiner Gruppierung oder Weltanschauung verpflichtet ist. MitarbeiterInnen und RedakteurInnen sind willkommen; die Redaktion trifft sich während des Semesters jeden Montag um 20 Uhr im Haus der Fachschaften in der Lauerstr. 1, 3. Stock. Für namentlich gekennzeichnete Artikel übernimmt der/die AutorIn die Verantwortung.

V.i.S.d.P.: Barbara Keller, Spitalstr. 44, 69214 Eppelheim

Redaktionsadresse: ruprecht, Lauerstr.1, 69117 Heidelberg, Tel./Fax 06221/542458

E-Mail: ruprecht@urz.uni-heidelberg.de

Druck: Caro-Druck, Kasseler Straße 1a, Frankfurt am Main

Auflage: 12.000

Graphik: jr, papa

Werbelayout: jr, papa

Finanzen: st, id

Die Redaktion: Alexej Behnisch (ab), Christian Collet (col), Inmaculada Darias (id), Marc Goergen (mg), Katharina Hausmann (kh), Martina Imkeller (mi), Barbara Keller (bak), Claudia Kölbl (ckg), Carola Leube (cl), Christine Maltzahn (cma), Gabriel A. Neumann (gan), Harald Nikolaus (hn), Katrin Osterkamp (ko), Patrick Palmer (papa), Jannis Radeleff (jr), Esther Schalott (et), Jörn Stegmeier (jös), Sandra Thoms (st), Stephanie Vetter (sv), Andreas Vonderheit (avon), Stefanie Wegener (stw), Klaus Werle (kw), Bernd Wilhelm (bw)

Freie Mitarbeiter(innen): Christian Altmeier (alt), Jochen Brenner (job), Lydia Dummert (lsd),Till Jung (tj), Stephan Kamps (sk), Matthias Katzer, Nina Luttmer (nal), Thomas Reintjes (thor), Friederike Umminger (fu)

Red.-Schluß für Nr. 58: 30.04.1999

ISSN: 0947-9570

ruprecht im Internet:

http://ruprecht.fsk.uni-heidelberg.de


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