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 Feuilleton
20.01.2009

Nahrungskette mal anders

„Foodchain“ am Heidelberger Stadttheater

Wenn ich ein Bär wäre – würde ich dann rauchen? Weiß man nicht! Und das wird wohl zunächst auch so bleiben. Für eine surreale Interims-Antwort besuche man jedoch „Foodchain“.

Wenn ich ein Bär wäre – würde ich dann rauchen? Weiß man nicht! Und das wird wohl zunächst auch so bleiben. Für eine surreale Interims-Antwort besuche man jedoch „Foodchain“.

Das moderne Tanztheater des australischen Tänzerkollektivs „Splintergroup“ führt uns zunächst in einen Wald. Zwei Bären schauen wir hier zu, die Szenerie wirkt idyllisch und urtümlich – nur raucht der eine Petz. Schnell nimmt das Stück dann seine wilde Fahrt auf und verwischt die Grenzen zwischen Mensch und Tier.

Zwei Camper dringen in das Revier der Bären ein, auf der Tour zurück zur Natur. Die Bären hingegen reizt der Nippes der Menschenkultur, sie überfallen die Camper und der wilde Tanz beginnt: ein Experiment von Rollentausch und Perspektivwechsel. Mit einem punktgenau eingesetzten, treibenden Soundtrack und einem minimalistischen, gleichwohl aber wirksamen Bühnenbild kommt „Foodchain“ daher.

Viele Elemente der Aufführung sind atemberaubend, zum Lachen, skurril; ein Schattenspiel rührte die Gemüter an und am Ende gab es ordentlichen Applaus von einem leicht verwirrten Publikum. Viele Bilder nämlich, sind nicht leicht zu verstehen. Auch wer klassischen Tanz erwartet, ist mit „Foodchain“ schlecht bedient.

von Paul Heesch
   

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