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 Heidelberg
27.06.2013

Friedlicher Faustkampf

Schnick Schnack Schnuck als nervenaufreibender Sport

Endlich auch in Heidelberg: Halle 02 importiert Schnick Schnack Schnuck. / Foto: Halle 02.

Ein Sportereignis der besonderen Art fand gestern in der Halle 01 statt: Die erste Heidelberger Stadtmeisterschaft in Schnick Schnack Schnuck.

Auf die Idee war Felix Klenk, einer der Organisatoren, gekommen, weil er eine ├Ąhnliche Meisterschaft in K├Âln besucht hatte. Als Profi im Schnick Schnack Schnuck w├╝rden allerdings weder er noch Moderator Astra van Nelle sich bezeichnen.

Ab 20 Uhr traten die ├╝ber 60 angemeldeten Teilnehmer an. Zuerst wurden in einer Gruppenrunde die Teilnehmer f├╝r die KO-Runde ermittelt, die KO-Runde fand dann vor Augen aller Teilnehmer auf der B├╝hne statt, und auch f├╝r eine Live├╝bertragung der Spielz├╝ge war gesorgt.  In der Halle 01 war ein wahres Feuerwerk der Gef├╝hle zu beobachten, denn viele Spieler waren als Teams gekommen und unterst├╝tzten mit Herzblut ihre Kameraden. Die Sieger wurden auf Schultern durch die Halle getragen, die best├╝rzten Verlierer im Team wieder aufgebaut. Hier fanden sich im Kleinen Szenen, die man sonst nur im Fernsehen sieht. Da f├╝r das beste Kost├╝m zwei Karten f├╝r das ausverkaufte Holi-Festival in Mannheim ausgelobt wurden, waren die meisten Spieler kost├╝miert erschienen. Der Kreativit├Ąt waren keine Grenzen gesetzt: Da trafen Osterhase auf Nonne, Gorilla auf Businesslady, Tiger auf Elch.

Die Spielregeln sind denkbar einfach: Schere schl├Ągt Papier, Papier schl├Ągt Stein, Stein schl├Ągt Schere. Wer im Duell als erstes drei Punkte holen kann, hat die Runde f├╝r sich entschieden und kommt weiter. Wenn man der World Rock Paper Scissors Society (RPS) glauben darf, ist Schnick Schnack Schnuck kein reines Gl├╝cksspiel, sondern l├Ąsst sich mit etwas Strategie gewinnen.  So wei├č der erfahrene Spieler, dass die wenigsten dreimal nacheinander das gleiche w├Ąhlen. Statistisch wird Schere am seltensten gesetzt. Im Eifer des Gefechts kann man solche Strategien aber auch vergessen, und nur wer starke Nerven hat, kann sich durchsetzen.

Beim Finale tobte der Saal. Zwar waren kaum mehr G├Ąste als die Teilnehmer selbst da, das tat der Stimmung allerdings keinen Abbruch. F├╝r das Finale konnten sich Mister Pink und Pablo durchsetzen ÔÇô zwei Spieler, die in den vorherigen Duellen ihre St├Ąrken bewiesen hatten. Die Spannung stieg, es stand 2:2, als Mister Pink das Finale mit Schere gegen Papier gewann. Wie er sich vorbereitet hat? "Ich habe mit meinem Sohn ge├╝bt." Das scheint sich ausgezahlt zu haben ÔÇô Mister Pink darf sich nun erster Heidelberger Stadtmeister im Schnick Schnack Schnuck nennen und den Pokal nach Hause tragen. Au├čerdem bekommt er als ersten Preis 15 K├Ąsten Bier. Doch auch Pablo ist nicht leer ausgegangen: Ihm winkt eine gesponserte WG-Party. Die anderen Teilnehmer nahmen es sportlich ÔÇô schlie├člich ist dabei sein alles, und der Abend hat offensichtlich auch so genug Spa├č gemacht. Au├čerdem soll es noch weitere Meisterschaften geben. Bis dahin ist noch etwas Zeit zu ├╝ben.

von Madalina Draghici
   

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