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16.05.2013

Inkonsequenz und gelungene Satire

Leserbrief zum neuen Layout in Ausgabe 143

nice to see that you have still second thoughts about your name change:

ich habe gerade eure stellungnahme zum gendern gelesen und wollte an dieser stelle darauf hinweisen, dass

a) studierender meines wissens nach KEIN gendern ist, sondern einehrlich gesagt recht eleganter weg die genderneutralität des lateinischen studentes im deutschen mit der gleichen form (PPA) auszudrücken

=) in diesem sinne ist studierendenzeitung ja eher ein "germanisieren" mit dem ihr jetzt "gebrochen" hättet.

b) wenn ihr wirklich stellung gegen "gendern" hättet beziehen wollen, dann hättet ihr es vollständig und zwangsweise abgeschafft (einheitlichkeitsgebot)

c) wenn ihr eine "post-gender"-stellung hättet beziehen wollen, was ich zumindest eurer freigabe von gendern an den einzelnen journalisten entnehme, dann hättet ihr euch den aufwand und das selbstgefällige rechtfertigen à la "emanzipiert sind wir selber" sparen können – und

d) eure toleranz und neutralität auf diesem gebiet so ausdrücken können, wie es jetzt auf eurer facebook-seite steht, und ähnlich erratischen parallelverwendungen im print (das wäre vielleicht etw. dadaistisch) oder

e) einfach eure zeit in sinnvollere dinge als abstimmungen über anti-gender auch titel? zu investieren und mehr über interessantere themen schreiben.

f) dass ihr damit nicht alleine seid, heißt nicht dass es dadurch "gut", "demokratischer" oder irgendwie besser würde.

g) eure satire-seite äußerst gelungen ist, und wer den humor nicht erfasst, vielleicht einfach generell vom konsum von satire absehen sollte.

beste grüße,

kazimir menzel.

   

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