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 Heidelberg
28.04.2009

Ungewisse Erweiterung

Verliert Heidelberg seine Grünflächen?

Die lang diskutierte Erweiterung der Stadthalle am Neckarufer scheint noch ungelöst und unbeschlossen zu sein. Demnächst soll der Heidelberger Gemeinderat einen Architekten für das Projekt auf dem Montpellierplatz suchen.

Die lang diskutierte Erweiterung der Stadthalle am Neckarufer scheint noch ungelöst und unbeschlossen zu sein. Demnächst soll der Heidelberger Gemeinderat einen Architekten für das Projekt auf dem Montpellierplatz suchen und danach entscheiden, ob eine Erweiterung überhaupt realisiert wird. Die Bewohner der Altstadt bleiben dennoch skeptisch.

Das Projekt einer Erweiterung der Stadthalle oder der Bau eines neuen größeren Kongresszentrums in Heidelberg gibt es schon seit Jahren. Doch erst der aktuelle Oberbürgermeister Eckart Würzner hat dieses und andere Projekte wie den Neckarufer-Tunnel oder die Erweiterung des Stadttheaters so stark vorangetrieben.

Ursprünglich wollte man eine Kongressanlage in der Nähe des Hauptbahnhofs errichten, um diese in Kooperation mit dem Unternehmen Heidelberger Druckmaschinen nutzen zu können. Wegen des mangelnden Flairs des Geländes am Hauptbahnhof entschied sich die Stadt für einen anderen Projektstandort in Altstadt- und damit auch Neckarnähe.

Der erste Altstadt-Plan sah einen großen Komplex neben der Stadthalle vor, der sich vom Montpellierplatz bis zu den Wohnhäusern der Unteren Neckar­straße erstrecken sollte. Letzter sollten dafür abgerissen werden. Nach heftiger Kritik von Bürgerinitiativen hat sich die Stadt für eine kleinere Lösung entschieden, die nur auf dem Montpellierplatz errichtet werden soll. Doch die Bürgerinitiative Biest (Bürgerinitiative Erweiterungsbau Stopp) lehnt auch die kleine Lösung ab. Sie kritisiert hohe die Verkehrsbelastung, wenn LKWs die dortigen Veranstaltungen anfahren müssen. Biest will die Grünflächen vor der Stadthalle erhalten und verhindern, dass das Neckarufers weiter zugebaut wird. Die Befürchtung: Weniger Grünflächen und hohe Gebäude am Neckar ließen die Temperaturen in der Altstadt ansteigen. Ein moderner Bau am Neckar verletze zudem die Ästhetik der Altstadt.

Doch das Projekt ist von Stadtseite aus noch nicht beschlossen. Noch ist kein Architekten für das Projekt gefunden worden. Zudem streitet man sich darüber, ob es nicht derzeit wichtigere Bauvorhaben anstehen. Nach den anderen geplanten Bauwerken – wie dem Neckartunnel, Stadttheater und der Sanierung der Schulen – bliebe kein Geld für den Bau der neuen Kongressanlage.

von Guillermo González Insua
   

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