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20.01.2009

Wen die Geister lieben

1 von 4 Rupis - nicht unbedingt sehenswert

Zahnarzt Dr. Bertram Pincus ist distanziert, ordentlich, liebt die Ruhe seines New Yorker Appartements und hasst Menschen: „Es ist weniger die Menge, als die Individuen, die ich nicht mag“, konstatiert der ungelenke Mediziner.

Zahnarzt Dr. Bertram Pincus ist distanziert, ordentlich, liebt die Ruhe seines New Yorker Appartements und hasst Menschen: „Es ist weniger die Menge, als die Individuen, die ich nicht mag“, konstatiert der ungelenke Mediziner.

Korrekt, distanziert, ordentlich: Das ist Zahnarzt Dr. Bertram Pincus. Er liebt die Ruhe und Stille seines New Yorker Appartements und hasst Menschen. „Es ist weniger die Menge, als die Individuen, die ich nicht mag.“ Wenn es geht, meidet er jeglichen Kontakt zu ihnen. Wenn nicht, schnappt er ihnen das Taxi vor der Nase weg oder verhindert mit seinem zahnärztlichen Werkzeug Unterhaltungen mit Patienten und Einblicke in deren Privatsphäre.

Das geordnete Leben wird jedoch gestört, als Pincus bei einem Routineeingriff im Krankenhaus beinahe stirbt. Nach seiner Wiederbelebung begegnen ihm Seelen von verstorbenen Unbekannten. Da er als einziger Lebender mit ihnen sprechen kann, wird er bald zur gefragtesten Person unter den „noch nicht ganz Toten“ – denn sie haben alle noch etwas zu erledigen. Besonders beharrlich ist Frank, der verhindern will, dass seine Frau Gwen wieder heiratet. Jetzt soll der unscheinbare Pincus den romantischen Nachbar mimen.

„Wen die Geister lieben“ ist eine seichte Liebeskomödie ohne viel Überraschungen, die versucht die Themen Verlust und Versäumnisse aufzugreifen. Hauptdarsteller Ricky Gervais, vor allem bekannt durch „The Office“, der britischen Vorlage von „Stromberg“, verleiht dem Film zwar eine sarkastische Note, verliert jedoch gegen Mitte des Filmes an Spritzigkeit. Der Humor der Filmes ist teilweise geradezu anstrengend. So wird Pincus zum Beispiel zu Beginn minutenlang von seiner behandelnden Ärztin unterbrochen, weil sie nicht damit herausrücken will, dass er wiederbelebt werden musste. Hier kann man die Misanthropie des Zahnarztes etwas verstehen.

von Stefanie Fetz
   

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