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 Hochschule
16.06.2009

7000 Heidelberger bei Demonstration des Bildungsstreiks

Bundesweite Demonstrationen bilden Höhepunkt des Bildungsstreiks

"Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut!", riefen 7000 SchĂŒler, Studenten und Syphatisanten bei der großen Bildungsstreik-Demonstration am Mittwoch. Sie fordern von der Politik eine Verbesserung des Bildungssystems.

Sprechchöre, Trillerpfeifen und Trommeln sind zu hören, noch bevor die Masse aus SchĂŒlern und Studenten auf dem Uniplatz ankommt. „Bildungsklau im ganzen Land, unsre Antwort: Widerstand“, skandierten sie, um gegen die MissstĂ€nde im Bildungssystem und der Bildungspolitik zu protestieren.Der Unmut ist groß.

Die Demonstration startete am Morgen sowohl in der Altstadt, als auch im Neuenheimer Feld, um sich am Bismarckplatz zu vereinigen. Ein symbolischer Ausdruck, dass sich Studenten des Neuenheimer Feldes mit denen in der Altstadt verbinden. Die rund 7000 Demonstranten tragen Banner auf denen „Exzellenz-Bologna-Elite, Achse des Blöden“ oder „Ich armer Tor, steh hier Ă€rmer als zuvor“ steht. Sie fordern die soziale Öffnung der Hochschulen, Abschaffung des Bachelor-Master-Systems in seiner aktuellen Form, die Demokratisierung des Bildungssystems und die Verbesserung der Lehr- und Lernbedingungen.

Die SchĂŒlern hingegen fordern die Abschaffung der G8-Regelung an Schulen. Viele SchĂŒler hatten keine Erlaubnis erhalten dem Unterricht fern zu bleiben, um zu demonstrieren. Maja (17) und Hannah (17), SchĂŒlerinnen des Bunsen-Gymnasiums, sind trotz drohender unentschuldigter Fehlstunden gekommen. „Wir fordern gleiche Bildung fĂŒr alle und wollen G8 abschaffen. Wir wollen mit der Demonstration Aufmerksamkeit und Verbesserung erreichen“, sagt Maja. Andere SchĂŒler hatten keine Möglichkeit zu demonstrieren.

Als der Demonstrationszug am KurfĂŒrsten-Gymnasium vorbeikommt, wollen sich einige SchĂŒler anschließen. Doch die verschlossenen EingangstĂŒren hindern sie daran hinauszukommen. Die demonstrierende Masse wird lauter. Einige erklimmen das am GebĂ€ude stehende BaugerĂŒst, um zu den an den Fenstern stehenden SchĂŒlern zu sprechen. Sie hissen ein Protestbanner und skandieren einige Minuten „Rauslassen!“. Weder die Lehrer noch das Direktoriums reagierten.

Laut Pressemitteilung des Bildungsstreiks sind bisher auch die Landesminister auf keine Forderung des bundesweiten Bildungsstreiks eingegangen. Der heutige Mittwoch ist Höhepunkt des einwöchigen Protestes. An mehr als 100 Orten demonstrierten 240.000 Menschen.

von Ronja Ritthaler
   

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