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 Hochschule
27.01.2011

Ohne Gewehr

Ersti-Ansturm nach dem Aussetzen der Wehrpflicht

Rund 60.000 junge Menschen begannen bisher jedes Jahr den Wehr- und Ersatzdienst. Im Juli 2011 wird die Wehrpflicht ausgesetzt. Viele Abiturienten gehen dann direkt an die Uni. Das Wissenschaftsministerium rechnet mit 3000 zusätzlichen Studienanfängern.

Rund 60.000 junge Menschen begannen bisher jedes Jahr den Wehr- und Ersatzdienst. Im Juli 2011 wird die Wehrpflicht ausgesetzt. Viele Abiturienten gehen dann direkt an die Uni. Das Wissenschaftsministerium rechnet mit 3000 zus√§tzlichen Studienanf√§ngern. 

Richtig kritisch k√∂nnte es 2012 werden, wenn mit dem ersten G8-Jahrgang gesch√§tzte zus√§tzliche 11.000 Erstsemester an die Hochschulen des Landes str√∂men. Allein f√ľr die Bachelor-Studieng√§nge rechnet das Land Baden-W√ľrttemberg mit 50 Prozent mehr Studienanf√§ngern. Es sind vorsichtige Prognosen, die auf Erfahrungswerten der vergangenen Jahre beruhen. Es ist unklar, wie viele der Abiturenten sich an den Hochschulen Baden-W√ľrttembergs einschreiben oder in anderen Bundesl√§ndern bewerben wollen. Die Nachbarl√§nder Rheinland-Pfalz und Hessen verlangen zudem keine Studiengeb√ľhren.

Das Forschungsministerium bef√ľrchtet keine √úberlastung. Mit dem Programm ‚ÄěHochschule 2012‚Äú sollen kurzfristig 20.000 weitere Studienpl√§tze entstehen, die den Ansturm aufzufangen sollen. Kostenpunkt: mindestens 738 Millionen Euro, die sich Land und Universit√§ten teilen und Dozentenstellen, R√§ume und Infrastruktur schaffen sollen. Bereits zum Wintersemester 2011/12 soll es 16.500 neue Studienpl√§tze geben. Laut Ministerium sollen diese ausreichen.

Die Kritiker bem√§ngeln, dass viele dieser Studienpl√§tze langfristig wieder abgeschafft werden sollen und nur eine √úbergangsl√∂sung darstellen. Au√üerdem orientiere sich der Ausbau stark am Arbeitsmarkt: Und tats√§chlich ist es dem Ministerium wichtig ‚Äěden Ausbau auf Studieng√§nge zu konzentrieren, die den Studierenden gute Perspektiven am Arbeitsmarkt er√∂ffnen.‚Äú

Somit sollen offenbar die Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie die ‚ÄěMINT-F√§cher‚Äú Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik die meisten Mittel erhalten. Die meisten Geisteswissenschaften sind also nicht vertreten.

von Michael Abschlag und Reinhard Lask
   

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