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 Glosse
14.06.2011

Akkreditieren fĂŒr AnfĂ€nger

Am Seminar fĂŒr Übersetzen und Dolmetschen (SÜD) ist es in diesen Wochen soweit: Die Dozenten betreten die RĂ€ume mit großen Papier-Stapeln, teilen sie aus und verschwinden wieder. Was dann folgt, ist die große Ankreuzerei.

Die Systemakkreditierung wird im SÜD durchgefĂŒhrt. In der ersten Runde wurde der gesamte Studiengang fĂŒr die beiden studierten Sprachen bewertet. Zweimal sechs Seiten – das ging ja noch. Doch nun ist man in Runde zwei angelangt: FĂŒnf Seiten fĂŒr jeden belegten Kurs, gefĂŒhlte 1?000 Fragen zum Ankreuzen, dann noch drei offene. Wer nimmt das denn nach dem dritten Mal noch ernst? Und wer kann acht bis zehn Kurse wirklich objektiv bewerten? Irgendwann macht man nur noch stupide Kreuzchen, um es hinter sich zu bringen. DafĂŒr gehen fast fĂŒnf Zeitstunden drauf, in denen man auch an der frischen Luft unter einem Baum sitzen könnte.

Und was passiert eigentlich mit den Ergebnissen? „QualitĂ€tskontrolle“ heißt es. Akkreditierung eben. Man hofft, dass die Dozenten sich die (hoffentlich konstruktive) Kritik zu Herzen nehmen und ihre Lehre eventuell ĂŒberdenken. Eine offenere Kommunikation ĂŒber Lehrinhalte wird mit dieser Systemakkreditierung sicher nicht erreicht. Denn man benötigt fĂŒr VerĂ€nderungen vor allem Geld. Und wer hat das schon ĂŒbrig? Zu guter Letzt stellt sich die Frage, wie ehrlich Antworten sind, die man unter der Überschrift „Akkreditierung“ erhĂ€lt, schließlich möchte niemand, dass der eigene Studiengang, in den schon viel Arbeit gesteckt wurde, nicht akkreditiert und somit „wertlos“ wird. (cla)

von Claudia Pollok
   

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