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 Hochschule
16.12.2012

Mitbestimmung braucht Geld

Fachratswahlen fehlt Finanzausstattung

Ohne Finanzierung keine Wahl: Die Fachräte. / Foto: Ziad-Emanuel Farag

Das Gremium der Fachräte hat sich bewährt. Damit das so bleibt, müssen die Verantwortlichen nun die Finanzierung der Wahlen klären.

Eineinhalb Jahre nach seiner Einführung sind alle Beteiligten sehr zufrieden mit dem neu geschaffenen Gremium: Die Fachräte eröffnen nicht nur die Möglichkeit studentischer Mitwirkung auf einer unmittelbaren Ebene, sondern erfüllen eine Scharnierfunktion zu höheren Ebenen und den übrigen Statusgruppen (siehe Infokasten).

Die studentischen Vertreter dieses Gremiums werden dieser Tage zum zweiten Mal gewählt. In neun Fächern ist die Wahl bereits vorüber, die 33 übrigen folgen im neuen Jahr. Wie etwa auch die Senatswahlen kostet dieser Urnengang Geld: Plakate und Flyer müssen gedruckt, Wählerlisten erstellt und Wahllokale besetzt werden. Im vergangenen Jahr stellte das Rektorat dafür 7000 Euro an Mitteln bereit – eine Anschubfinanzierung, die jedoch nach der aktuellen Wahl ausläuft.

Wie es danach weitergeht, ist noch unklar. Die Rechtsabteilung der Universität hatte bislang die Ansicht vertreten, eine weitere Finanzierung verstoße gegen die Landeshaushaltsordnung, weil die Fachräte nicht im Landeshochschulgesetz stehen. Auch eine Finanzierung durch die wiedereingeführte Verfasste Studierendenschaft sei aus diesem Grund ausgeschlossen.

Wie die Pressestelle der Universität erklärte, beurteilt das Rektorat die Lage inzwischen jedoch anders. Man sei mit der Arbeit der Fachräte sehr zufrieden, eine Weiterfinanzierung von Seiten der Universität werde daher „unbedingt angestrebt“. Allerdings müsse die Einrichtung der Verfassten Studierendenschaft abgewartet werden. Rechtliche Bedenken hege man dagegen nicht – und teilt damit die Ansicht des Wissenschaftsministeriums.

Was die Unterstützung des neuen Gremiums angeht, scheinen die Positionen innerhalb der Universitätsleitung noch nicht einheitlich zu sein. Dennoch darf man wohl von der grundsätzlichen Bereitschaft ausgehen, die Wahlen weiterhin zu finanzieren.

Auf diese Versicherung baut nun die AG Fachrat der Fachschaftskonferenz. Hier hatte man befürchtet, die Wahlen in Zukunft ehrenamtlich organisieren zu müssen. Damit hatte man die Existenz dieses einzigen Gremiums, in dem Studenten frühzeitig und auf Fachebene Einfluss auf ihre Studienbedingungen nehmen können, gefährdet gesehen. „In vielen Fächern gibt es durch die Fachräte erstmals die Möglichkeit, unter Beteiligung aller Beteiligten über das Lehrangebot, Evaluationen und sonstige Fragen des Studiums und der Lehre zu sprechen“, erklärte die AG. Um diese Mitbestimmungsmöglichkeit zu erhalten, werden die Verantwortlichen einen Weg finden müssen, die Finanzierung der Wahlen auch im nächsten Jahr zu gewährleisten.


Wofür gibt es die Fachräte?

In 42 Fächern dreier Fakultäten (der Philosophischen und  Neuphilologischen sowie der fĂĽr Verhaltens- und Kulturwissenschaften) sitzen im „Fachrat“ erstmals alle universitären Statusgruppen an einem Tisch. Je drei Vertreter aus der Professorenschaft, dem Mittelbau und der Studentenschaft beraten ĂĽber Fragen von Studium und Lehre. Das ist ein Fortschritt, da dies in Fakultäten wie der Philosophischen, die aus ĂĽber zwanzig Fächern von Ă„gyptologen bis zu Musikwissenschaftlern besteht, zuvor nur auf Fakultätsebene geschehen war.

von Kai Gräf
   

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