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 Hochschule
15.05.2012

Das Ende der Geb├╝hren

Staatliche Mittel ersetzen die Studiengeb├╝hrenen

Seit diesem Semester muss kein Student mehr die 500 Euro Geb├╝hren f├╝r sein Studium bezahlen. Das Land hat sie durch die so genannten Qualit├Ątssicherungsmittel ersetzt. Das ist jedoch mit einigen ├änderungen f├╝r die Studenten verbunden.

Mit Abschaffung der Studiengeb├╝hren sollen nun auch die Vorgaben ge├Ąndert werden, wof├╝r die Universit├Ąten die Mittel verwenden d├╝rfen. 

Weiterhin gilt, dass die Gelder zweckgebunden f├╝r die Sicherung der Qualit├Ąt in Studium und Lehre eingesetzt werden m├╝ssen. Auf Leistungen wie zum Beispiel Tutorien, Fachstudienberatung oder die Anschaffung neuer Lehrmittel muss auch zuk├╝nftig nicht verzichtet werden. Bis jetzt steht eine Verwaltungsvorschrift noch aus, die genaue Richtlinien zur Verwendung der Kompensationsmittel festlegt. Nachdem aber der Landesrechnungshof in der Vergangenheit die Verwendung der Studiengeb├╝hren beanstandet hat, ist damit zu rechnen, dass manche Leistungen wohl nicht fortgef├╝hrt werden k├Ânnen. Dazu z├Ąhlt alles, was unter die Bezeichnung Individualf├Ârderung f├Ąllt, also zum Beispiel Freikopien und -drucke, sowie Zusch├╝sse zu Abschlussarbeiten, Exkursionen oder Kongressteilnahmen.

ÔÇ×Ein Verbot des Landes f├╝r solche Verwendungszwecke gibt es zwar noch nicht, es ist aber absehbar.ÔÇť, sagt Joachim Schahn, Vorsitzender der Studiengeb├╝hrenkommission am Psychologischen Institut Heidelberg. ÔÇ×Wer jetzt die neuen Mittel daf├╝r ausgibt, l├Ąuft Gefahr, sie hinterher aus regul├Ąren Institutsmitteln r├╝ckerstatten zu m├╝ssenÔÇť.
Gelder aus Studiengeb├╝hren, deren Verwendung noch im letzten Semester beschlossen wurde sind davon nicht betroffen und k├Ânnen noch bis zum Ende der Vorlesungszeit eingesetzt werden. Sp├Ątestens ab September unterliegen dann alle Gelder den neuen Regeln, gleich ob Reste aus Studiengeb├╝hren oder Qualit├Ątssicherungsmittel.

Dar├╝ber hinaus st├Ąrkt das neue Gesetz die Mitbestimmungsrechte der Studierenden. Sie sollen in Zukunft mehr Einfluss darauf nehmen k├Ânnen, wof├╝r die Gelder eingesetzt werden. Entscheidungen ├╝ber die Verteilung der Mittel m├╝ssen k├╝nftig im Einvernehmen mit einer Vertretung der Studenten getroffen werden. Diese muss von den Studierenden legitimiert sein. Wie genau die Mitbestimmung ablaufen soll und wie die Vertreter gew├Ąhlt werden, ist derzeit noch unklar.

Das Modell zur Verteilung der Qualit├Ątssicherungsmittel an der Universit├Ąt bleibt hingegen das gleiche wie zu Zeiten der Studiengeb├╝hren. 20 Prozent der Mittel bleiben zentral bei der Uni und der Rest wird nach Studentenzahl an die einzelnen Fakult├Ąten verteilt.

Die H├Âhe der Qualit├Ątssicherungsmittel, die einer Universit├Ąt zustehen, berechnet sich ├╝brigens auch nach der Zahl der Studenten. Dazu wurden in diesem Jahr die Studierendenzahlen des Wintersemesters 2010/11 herangezogen. 
Die Universit├Ąten erhalten jedoch nicht 500 Euro f├╝r jeden Studenten, sondern einen Betrag in H├Âhe von 280 Euro. 

Dabei wird ber├╝cksichtigt, dass zuvor auch nicht jeder Student Studiengeb├╝hren zahlte, sondern zuletzt 44 Prozent davon befreit waren. Das Positive an dieser Regelung ist, dass mit dem erwarteten Anstieg der Studentenzahlen, die Universit├Ąten in Zukunft mit mehr Geld rechnen k├Ânnen.

von Roman Troia
   

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