Dies ist ein Archiv der ruprecht-Webseiten, wie sie bis zum 12.10.2013 bestanden. Die aktuelle Seite findet sich auf https://www.ruprecht.de

ruprecht-Logo Banner
ruprecht/Schlagloch-doppelkeks-Jubiläum
Am 13.10. feiern wir 25 Jahre ruprecht/Schlagloch und 10 Jahre doppelkeks [...mehr]
ruprecht auf Facebook
Der aktuelle ruprecht
ruprecht vor 10 Jahren
Andere Studizeitungen
ruprechts Liste von Studierendenzeitungen im deutschsprachigen Raum
ruprecht-RSS
ruprecht-Nachrichten per RSS-Feed
 Movies
11.12.2006

The Wind that Shakes the Barley

Irland 1920. Die englischen Truppen √ľberziehen die irische Provinz mit ihrer Willk√ľrherrschaft. Nach einem Hurling-Spiel werden der junge Arzt Damien (Cillian Murphy) und seine Freunde verh√∂rt. Als sich einer der M√§nner weigert, seinen Namen auf Englisch zu sagen, wird er von den Soldaten zu Tode gepr√ľgelt.

Irland 1920. Die englischen Truppen √ľberziehen die irische Provinz mit ihrer Willk√ľrherrschaft. Nach einem Hurling-Spiel werden der junge Arzt Damien (Cillian Murphy) und seine Freunde verh√∂rt. Als sich einer der M√§nner weigert, seinen Namen auf Englisch zu sagen, wird er von den Soldaten zu Tode gepr√ľgelt.

Damien, der eigentlich nach London wollte, schlie√üt sich daraufhin der IRA unter der F√ľhrung seines Bruders Teddy (Padraic Delaney) an, die das Land in einen guerillaartigen B√ľrgerkrieg st√ľrzt. Doch der Krieg fordert viele Opfer: Freunde werden zu Verr√§tern, Unschuldige geraten in die Schusslinie. Als Irland in den Friedenverhandlungen gespalten wird und weiterhin britisches Protektorat bleibt, spaltet sich auch die Gruppe der Freiheitsk√§mpfer. W√§hrend Teddy sich der neuen irischen Armee, den Free Staters, anschlie√üt, k√§mpft Damien weiter mit der IRA f√ľr ein uneingeschr√§nkt freies Irland. Am Ende stehen sich die beiden Br√ľder als Feinde gegen√ľber.

‚ÄěThe Wind that Shakes the Barley‚Äú ist brutal. Der Regisseur Ken Loach, selbst Engl√§nder, l√§sst kein gutes Haar an der englischen Besatzungsmacht, und seine Kamera h√§lt auch bei Gewalt- und Folterszenen schonungslos drauf. Gleichzeitig gibt es in dieser Geschichte keine ausschlie√ülich Guten oder B√∂sen, auch wenn er eine deutlich pro-irische Haltung einnimmt.
Der Film schildert eindringlich und mit angenehm wenig Pathos die Konflikte der Protagonisten.

Ken Loach ist ein Anti-Kriegsfilm der anderen Art gelungen, in dem das omnipr√§sente Gr√ľn der irischen H√ľgel im krassen Kontrast zur Handlung steht.
Am Ende ist klar, dass in einem Krieg niemand wirklich gewinnt und auch die, welche anfangs f√ľr eine gute Sache gek√§mpft haben, schnell von der neugewonnenen Macht korrumpiert werden.

von Julia Lenders
   

Archiv Klecks und Klang 2021 | 2020 | 2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004