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 Heidelberg
14.11.2006

Abriss: Ansichtssache

Streit ĂŒber Zukunft der Kolonnaden

Im Februar beschloss der Gemeinderat den Neubau einer öffentlichen Tiefgarage unter dem Friedrich-Ebert-Platz. DafĂŒr sollen die Kolonnaden, eine historische SĂ€ulenhalle auf der Nordseite des Platzes, abgerissen und etliche BĂ€ume gefĂ€llt werden.

Der Gemeinderat beschloss am 16. Februar 2006 den Neubau einer öffentlichen Tiefgarage unter dem Friedrich-Ebert-Platz. Auch die oberirdische PlatzflĂ€che wird neu gestaltet. FĂŒr dieses Bauvorhaben sollen die Kolonnaden, eine historische SĂ€ulenhalle auf der Nordseite des Platzes, abgerissen und etliche BĂ€ume gefĂ€llt werden.

Doch scheint das ganze Projekt derzeit gefĂ€hrdet. Der Bau der Tiefgarage wird nĂ€mlich viel teurer als erwartet. BaubĂŒrgermeister Raban von der Malsburg: „Das Bauvorhaben kostet momentan zwei Millionen Euro zu viel. Jetzt muss der Gemeinderat neu ĂŒber die Zukunft der Kolonnaden und des Friedrich-Ebert-Platzes entscheiden.“ Das freut den Heidelberger Kunstmaler und Gegner der Tiefgarage Wassili Lepanto. Er hat 10.316 Unterschriften fĂŒr den Erhalt der Kolonnaden gesammelt und diese am 25. Oktober an von der Malsburg ĂŒbergeben. Lepanto ist optimistisch: „Wenn dem Gemeinderat das Wort der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger wichtig ist, dann entscheidet er sich gegen einen Abriss.“

Der Friedrich-Ebert-Platz liegt in der Heidelberger Altstadt. Die öffentliche FlĂ€che wird heute nahezu ausschließlich als Parkplatz genutzt, Dienstag- und Freitag vormittags findet auf dem Platz ein Wochenmarkt statt.

Die auf dem Platz befindlichen Kolonnaden wurden 1927 gebaut und hatten ursprĂŒnglich die Funktion einer Markthalle. Zu den Kolonnaden meint von der Malsburg: „Das Denkmal versperrt den Blick auf das dahinter liegende und sehr ansehnliche ehemalige Chemische Laboratorium von Robert Bunsen.

Eine Sanierung wĂŒrde 750.000 Euro kosten und von dem Original wĂŒrde fast nichts ĂŒbrig bleiben.“ Der Gemeinderat beschloss allerdings im Dezember 2004 aufgrund des bestehenden Denkmalschutzes den Erhalt der Kolonnaden. Das RegierungsprĂ€sidium entschied sich jetzt wiederum dafĂŒr, den Denkmalschutz fĂŒr die Betonkonstruktion aufzuheben und gab grĂŒnes Licht fĂŒr einen etwaigen Abriss.

Zurzeit sind die Kolonnaden aufgrund ihres schlechten Zustandes aus SicherheitsgrĂŒnden gesperrt. Der Bau der Tiefgarage sollte eigentlich im November 2006 beginnen.

„Unsere Aufgabe ist es, den Platz von parkenden Autos zu befreien und gestalterisch aufzuwerten“, sagt von der Malsburg. Die Entscheidung liegt nun allerdings beim Gemeinderat und ist nicht vor Februar 2007 zu erwarten.

von Moritz Damm
   

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