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11.12.2007

Der goldene Kompass

Die 12-jährige Lyra wird immer von ihrer Seele begleitet – in Form einer Wildkatze, Motte oder eines Hermelins. Ihre Welt ist eine Parallelwelt, nur weitaus fantastischer. Dort besitzt jeder Mensch einen sprechenden Dämon, seine eigene Seele in Tiergestalt.

Die 12-jährige Lyra (Dakota Blue Richards) wird immer von ihrer Seele begleitet – in Form einer Wildkatze, Motte oder eines Hermelins. Ihre Welt ist eine Parallelwelt zu unserer, nur weitaus fantastischer. Dort besitzt jeder Mensch einen sprechenden Dämon, seine eigene Seele in Tiergestalt; es gibt leicht bekleidete, attraktive Hexen, Eisbären in Rüstung und dunkle Männer, die Waisenkinder entführen.

Als auch Lyras Freund Roger verschwindet, macht Lyra sich auf die Suche nach ihm. Sie bekommt den Alethiometer, einen goldenen Kompass, der immer die Wahrheit anzeigt. Doch nur sie kann ihn lesen. Mit ihm reist sie in den Norden, um gegen das macht­gierige Magisterium zu kämpfen, das nicht nur ihre, sondern alle Welten bedroht.

Was vielleicht ausgefallen klingt, wirkt in der Verfilmung der Roman-Trilogie „His Dark Materials“ von Philip Pullman wie zusammengeschustert. Zwar finden sich einige schöne Bilder und überraschende Ideen. Aber eine Hexe, die sich in Superman-Haltung in die Luft schwingt, der beste Freund mit den zu großen Schneidezähnen, der gerettet werden muss, und das auserwählte Kind, von dem unser aller Schicksal abhängt – diese Motive sprechen nur bis ins frühe Teenageralter an.

Zudem wird den in der Werbung viel gepriesenen Weltstars Nicole Kidman, Daniel Craig und Eva Green kaum Platz eingeräumt; die gesamte Handlung konzentriert sich auf die Figur der Lyra. Wer sich mit ihr nicht identifizieren kann, den lässt die Geschichte seltsam unberührt. Wer jedoch am liebsten wieder Kind wäre, wer zurück will in eine Zeit, in der noch alles möglich schien, der darf sich gerne in eine fantastische Geschichte mit offenem Ende wagen – nur das Eis muss er heute selber zahlen.

von Ellen Holder
   

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