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 Heidelberg
19.06.2007

Licht- und Schattenspiele

Sonderausstellung im kurpfälzischen Museum

Kunst und Natur – nur ein scheinbarer Gegensatz? Eine Synthese gelingt dem Kurpfälzischen Museum mit der Sonderausstellung „Natur als Kunst – Landschaftsmalerei um Courbet und Feuerbach“. Hier werden noch bis zum 8. Juli rund 70 Werke einer Heidelberger Privatsammlung gezeigt, die vor mehreren Generationen begründet wurde, deren Sammler aber nicht genannt werden möchte.

Der Schwerpunkt liegt auf der europäischen Landschaftsmalerei des 18. und 19. Jahrhunderts, die vor allem durch vorangegangene französische Maler Inspiration erfahren hat. Einen unmittelbaren Zugang zur Natur finden – das wollten die Künstler der „Schule von Barbizon“ erreichen. Es war die Geburtsstunde der Pleinairmalerei. Ateliers wurden von nun an gemieden, man arbeitete unter freiem Himmel. Ein Arbeiten „sur le motif“ sozusagen. Zunächst wurden mehrere Skizzen angefertigt, aus deren Vorlage später das Gemälde entstand.

Von Gustave Courbet sowie von Anselm Feuerbach ist leider jeweils nur ein Gemälde vorhanden, was zwar schade ist, der Ausstellung aber keinen Abbruch tut – da andere herausragende Künstler, wie zum Beispiel Theodore Rousseau oder Johann Wilhelm Schirmer, ebenso faszinierende Bilder liefern. Die Ausstellungsstücke zeichnen sich durch eine hohe Detailgenauigkeit sowie faszinierende Licht- und Schattenspiele aus. Diese Künstler leisteten damit Pionierarbeit für die später aufkommende Stilrichtung des Impressionismus. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Künstler dann von den Wäldern von Fontainebleau angezogen. Die rasch wechselnde Atmosphäre und die Lichtphänomene ließen sie den Motivreichtum, aber auch die Schönheit des Waldes erkennen, der damals der Holzindustrie zum Opfer fallen sollte.

Vor dem Hintergrund der immer heiĂźer diskutierten Debatte um Umweltverschmutzung, Artenbedrohtheit und Klimawandel ist diese Sammlung topaktuell. Sie lädt ein „zum genauen Hinschauen“, zum Nachempfinden und Neuentdecken der Faszination Natur. Damit leistet diese kleine, aber feine Ausstellung einen groĂźen Beitrag.  


Weitere Informationen unter: www.museum-heidelberg.de

von Sandra Schwab, ebl
   

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