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 Heidelberg
15.05.2007

Feuchte Träume im alten Bad

„Art Ort 007“ bringt Leben ins Alte Hallenbad

Es plätschert wieder im Alten Hallenbad im Stadtteil Bergheim. Nicht im Becken des „Herrenbades“ oder im Dampfbad: Die Hoffnung, dass es in dem Jugendstilgebäude wieder Badefreuden geben wird, scheint zusehends kleiner zu werden (siehe Kasten). Doch zunächst wird das Architekturdenkmal Schauplatz für „ART ORT 007“ sein.

Es plätschert wieder im Alten Hallenbad im Stadtteil Bergheim. Nicht im Becken des „Herrenbades“ oder im Dampfbad: Die Hoffnung, dass es in dem Jugendstilgebäude wieder Badefreuden geben wird, scheint zusehends kleiner zu werden (siehe Kasten). Doch zunächst wird das Architekturdenkmal Schauplatz für „ART ORT 007“ sein.

Bernhard Fauser und Jai Gonzales, die künstlerischen Ideengeber und Produzenten des Unterwegs-Theaters, werben mit dem Bild einer Hand für ihr Festival. „Als man hier noch badete, blickte der Bademeister auf die Hände – und wenn die Finger schrumpelig waren, musste man ’raus“, erklärt Fauser.
Auch der Titel der Eröffnungsveranstaltung „Wonnebäder“, dessen Premiere am 16. Mai um 20:30 Uhr das Festival einleitet, geht laut Fauser auf regionale Eigenheiten zurück: Aus „Wanne“ mache der Kurpfälzer eben gerne „Wonne“. In und um siebzehn Wannen, die von einem Pariser Schrottplatz ins „Herrenbad“ gerettet wurden, wird das Thema „Wasser als lebensspendende Kraft“ – die Wonnen der Wannen – Tanztheater inszeniert. Zugleich lädt im Dampfbad die „Virtual World“ von „simraysir“ sowie im Damenbad die Foto- und Malerei-Installation des renommierten französischen Künstlers Georges Rousse ein.

Die Kulturspektakel des Unterwegs-Theaters verbinden Kunst auf ungewöhnliche Weise mit öffentlichen Räumen – wie im vergangenen Sommer bei „ART ORT 006“ auf dem Universitätsplatz und in der Neuen Uni. Experimentierfreude und die Forderung an das Publikum, sich auf neue Betrachtungsweisen einzulassen, prägen die Arbeit des Tanztheaters.

Wie die fünf Finger einer Hand hat auch jeder Teil des Festivals seinen eigenen Charakter: Unter dem Titel „Pool 45“ spielt der Jazz-Trompeter Thomas Siffling, das „Rechenzentrum Berlin“ interpretiert Beethovens fünftes Klavierkonzert mit einer Mischung aus Piano sowie Video- und Audio-Mixen. Die Schweizer Truppe „Zimmermann & de Perrot“ wird als „Musik-Zirkus-Tanz-Spektakel“ angekündigt, während „Children Cheering Carpet“, wie Bernhard Fauser verspricht, vor allem Kindern „einen traumhaften japanischen Garten als begehbare, virtuelle Welt“ eröffnen wird. Mit „Zorn“ erreicht das Festival sein Finale: Tanztheater, choreographiert von Jai Gonzales.

www.unterwegstheater.de

von Gabriel A. Neumann
   

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