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15.05.2007

Unsichtbar

Weder Fisch noch Fleisch und schlecht gespielt - 0 von 4 rupis

Eine Woche vor Schulabschluss wird der Teenager Nick von Mitschülern brutal zusammengeschlagen und im Wald verscharrt. Totgeglaubt und doch am Leben wandelt sein Geist zwischen der Welt der Lebenden und der Toten. Nick versucht verzweifelt, seine Mitmenschen auf seine aussichtslose Lage aufmerksam zu machen.

Als er feststellt, dass nur seine vermeintliche Mörderin ihn wahrnehmen kann, schöpft er Hoffnung, dem Tod doch noch zu entrinnen. Eine Geschichte die viel Spannung verspricht. Doch weit gefehlt: wer sich gruseln möchte, sollte sich den Film nicht ansehen. Die Idee der rastlosen Seele bietet viele Möglichkeiten Schock- oder Gruseleffekte einzubauen. Doch keine dieser Möglichkeiten wird genutzt.

So weiß man am Ende des Filmes nicht, ob es sich um einen Horroroder einen verkappten Liebesfilm handeln soll. Zu der irreführenden Umsetzung der Filmidee tragen nicht nur die zum Teil unglaubwürdigen Schauspieler und die unpassende Filmmusik, sondern auch das unlogische Drehbuch bei. Marcia Gay Harden kann als Nicks kontrollsüchtige Mutter nicht überzeugen. Ihr gelingt es nicht, die zum Teil emotionalen Szenen glaubwürdig zu spielen.

Wenn durch hippen Highschool-Teenage-Rock Spannung aufgebaut werden soll, wirkt dies schlichtweg albern. Es bleibt das Gefühl, dass der Drehbuchautor versucht möglichst viel geschehen zu lassen, um einem breiten Publikum zu gefallen. Der Schuss geht jedoch nach hinten los. Je mehr geschieht, desto unschlüssiger wird der Film. „Unsichtbar“ ist letzlich ein widersprüchlicher und unsinniger Hollywoodeinheitsbrei.

von Michel Durieux
   

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