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29.01.2008

Lars und die Frauen

2 von 4 Rupis - leicht erm├╝dend

Lars Lindstrom hat so seine Probleme mit dem weiblichen Geschlecht. Wenn ihn seine Kollegin Margo nach der Arbeit anspricht, dann verzieht er sich lieber schnell wieder in seine kleine Garage, die neben dem Haus seines gro├čen
Bruders Gus steht.

Lars Lindstrom hat so seine Probleme mit dem weiblichen Geschlecht. Wenn ihn seine Kollegin Margo nach der Arbeit anspricht, dann verzieht er sich lieber schnell wieder in seine kleine Garage, die neben dem Haus seines gro├čen
Bruders Gus steht.

Dessen Frau Karin macht sich schon lange Sorgen um ihren Schwager, weil der lieber die Einsamkeit vorzieht anstatt mit ihr
und Gus zu Abend zu essen. Umso erleichterter ist sie da, als Lars ihnen seine neue Liebe vorstellt. Es handelt sich hierbei um Bianca, eine Internetbekanntschaft: Sie kommt aus Brasilien, ist von Beruf Krankenschwester und liebt es anderen zu helfen. Allerdings sitzt sie im Rollstuhl und ist eine Gummipuppe.

Die ├ärztin und Psychologin der Kleinstadt r├Ąt dem Ehepaar allerdings, Lars nicht mit der Realit├Ąt zu konfrontieren, sondern auf ihn und seine Wahnvorstellung einzugehen. Und so kommt es, dass die B├╝rger der kanadischen Gemeinde, in der die Welt noch in Ordnung ist, die neue Mitb├╝rgerin herzlich aufnehmen. Bianca geht zum Friseur, liest den Kindern im Krankenhaus Geschichten vor und wird am Ende sogar noch in den Gemeinderat gew├Ąhlt.

Regisseur Craig Gillespie, der den Film ohne aufw├Ąndige Einstellungen in einer kargen kanadischen Winterlandschaft inszenierte, r├╝ckt die Dialoge und die Mimik seiner Darsteller in den Mittelpunkt. Das funktioniert ├╝ber weite Strecken:
Durch die Leichtigkeit und Komik, mit der Ryan Gosling die Hauptfigur darstellt, wird aus dem eigentlich ernsten Stoff eine liebevolle Kom├Âdie.

Trotz ebenso gro├čartiger Nebendarsteller konzentriert sich jedoch alles auf den Antihelden. Jener scheint ├╝ber weite Strecken keine Entwicklung durchzumachen, weil er immer weiter an seiner krankhaften Fantasie festh├Ąlt, dass diese
Puppe zu ihm spreche.

Der Film lebt von der Sympathie f├╝r den kranken Lars und dem Wunsch, dass dieser doch endlich ins wirkliche Leben zur├╝ck finden m├Âge. Der ein oder andere Zuschauer wird sich aber eher dabei ertappen, dass ihn diese Krankengeschichte
nach einer Stunde Dialoge mit einem St├╝ck aus Plastik zu langweilen beginnt.

von Phillip Rudolf
   

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