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 StudiLeben
30.01.2008

Unsichtbar verzeichnet

Wie man seine persönlichen Daten im StudiVZ verbergen kann

Nach dem Bericht „Der gläserne Student“ erreichten uns einige Leserbriefe. Wir hätten auf die Gefahren hingewiesen, seine Privatsphäre im StudiVZ preiszugeben, nicht aber, wie man sich davor schützen kann. Das holen wir hiermit nach.

Die Möglichkeiten, sich für Fremde unsichtbar zu machen, sind auch im viel gescholtenen VZ überall vorhanden. Wir zeigen Euch, wie das geht. Um die personalisierte Werbung im StudiVZ abzuschalten, müsst ihr folgendermaßen vorgehen:1. Am unteren Seitenrand auf „Datenschutz“ klicken.2. Auf den Menüpunkt „Einstellungen zur Verwendung meiner Daten“ klicken.3. Alle drei Häkchen auf der Seite durch anklicken entfernen.Unsichtbar in Gruppen bleibenAber nicht nur die Werbung ist ein Problem. Immer wieder warnen Experten davor, dass die Mitgliedschaft in bestimmten Gruppen auch für Personalchefs sichtbar ist. Frei nach dem Motto „Meine Gruppen sagen mehr über mich als mein Profil“ kann die Mitgliedschaft in der Gruppe „Die besten Partys in Heidelberg“ einen schlechten Eindruck entstehen lassen.Die einfachste Lösung ist, sein Profil nur für „Freunde“ sichtbar zu machen oder verdächtige Gruppen zu verlassen. Es gibt aber noch die Möglichkeit, die Gruppenmitgliedschaft für andere Nutzer unsichtbar zu halten.1. Im Startmenü „Meine Gruppen“ anwählen.2. Bei der gewünschten Gruppe auf „Einstellungen“ klicken.3. Dort die Sichtbarkeit der Gruppe auf „Eingeschränkt“ stellen.Die Gruppe erscheint nun im Profil nicht mehr rot, sondern grau und ist für jeden Besucher des eigenen Profils nicht mehr zu sehen. Nur noch andere Gruppenmitglieder können jetzt sehen, dass man auch dabei ist. Auch das Gruppenforum bleibt weiter voll benutzbar. Alle Einträge dort bleiben lesbar und man kann weiterhin Einträge hinterlassen. Wen übrigens die ständigen Nachrichten über neue Einträgen in seinen Gruppen nerven, kann diese ebenfalls bei den Einstellungen abschalten. Hierzu ändert man die Gruppeneinstellungen bei „Emails“ auf „keine“.Fotos, die keiner sehen sollÄhnliches ist bei den Fotoalben möglich: Wer seine Partybilder vor den Blicken Unbekannter schützen will, kann dies unter „Meine Fotos“ auf der Startseite einstellen:1. Bei den Fotoalben auf „Album-Info editieren“ klicken.2. Den Menüpunkt „sichtbar für“ auf „meine Freunde“ ändern.3. Wer seine Fotos nur selbst anschauen will, stellt hier „nur mich selbst“ ein.Verlinkungen auf Fotos sind allerdings nur möglich, wenn das Album für jedermann zu sehen ist.Der Vollständigkeit halber die Anleitung für die Privateinstellungen: Wer im StudiVZ keine neuen Leute kennenlernen will oder nicht möchte, dass einen alte Bekannte wiederfinden, sollte sein Profil auf die maximale Privatsphäre einstellen. Hierzu muss man unter dem Menüpunkt „Privatsphäre“ links auf der Startseite folgende Einstellungen vornehmen: Unter „Wer darf meine Seite sehen?“ „Eingeschränkt, nur meine Freunde" wählen. „Besuchte Seiten von anderen Leuten“: „Nein, ich will nicht gesehen werden und bleibe lieber anonym“. „Kennst du schon...?“ Einstellungen“: „Nein, lasst mich da raus“. „Wer kann sehen, ob ich online bin?“: "Niemand soll meinen Status sehen können“.Verzeichnis ohne echte NamenDer letzte Tipp ist gerade nach der AGB-Hysterie weit verbreitet: Unter dem Menüpunkt „Mein Account“ den Namen ändern und eine andere Hochschule auswählen. Wenn man all diese Einstellungen geändert hat, ist man so gut wie unsichtbar im VZ unterwegs.Spätestens jetzt aber sollte man sich die Frage stellen: „Was will ich in einem Verzeichnis, wo mich keiner finden soll?“ Zum Netzwerken kann man es jetzt nicht mehr benutzen. Wenn man alle diese Ratschläge befolgt, ist es auch nicht mehr möglich, herauszufinden, wer im selben Seminar sitzt. Seinen besten Freunden kann man schließlich auch eine E-Mail oder SMS schreiben oder einfach mal anrufen. Das StudiVZ braucht man dazu nicht.Quo Vadis VZ? Ein Ausblick.So entwickelt sich das VZ in eine Kontaktplattform, auf der man keine neuen Leute kennenlernt, sondern eher seinen Freundeskreis verwaltet. Dass dies von den Machen so nicht geplant war, ist klar. Unklar ist, ob es dem Erfolg des VZ schadet. Allerdings sollten sich die Macher auf die sensibleren Nutzer einstellen. Wer nicht mehr in den Profilen anderer stöbern kann, dem bietet die Plattform wenig Überraschendes.Ebenso wie sein US-amerikanisches Vorbild „Facebook“ wird der Erfolg des deutschen Abbildes darauf hinauslaufen, zusätzliche Möglichkeiten, wie einen Kalender oder erweiterte E-Mail-Funktionen, anzubieten. Noch ist das StudiVZ uneingeschränkter Marktführer. Doch die Konkurrenz schläft nicht. Andere Anbieter wie Campux.de bieten schon heute einiges.Nachdem auch „Facebook“ angekündigt hat, auf den europäischen Markt expandieren zu wollen, und seine Plattform für andere Anwendungen öffnen will, steht die Zukunft des VZ auf tönernen Füßen.

 

von Reinhard Lask
   

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