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 Hochschule
06.05.2008

GebĂŒhren fĂŒr BĂŒromöbel

FakultÀtsrat setzt Ausgaben ohne Studenten durch

Bei Geld hört die Freundschaft auf - das gilt auch in der StudiengebĂŒhrenkommission des Germanistischen Seminars. Dort ist im Januar die gesamte Kommission samt vorsitzendem Professor zurĂŒckgetreten.

Dass bei Geld die Freundschaft aufhört, lĂ€sst sich derzeit in der StudiengebĂŒhrenkommission des Germanistischen Seminars beobachten. Dort ist Ende Januar die gesamte Kommission samt vorsitzendem Professor zurĂŒckgetreten. Als Grund dafĂŒr gibt die Fachschaft der Germanisten an, dass die studentischen Mitglieder des Gremiums von den Professoren unter Druck gesetzt worden seien, damit sie fĂŒr bestimmte Ausgaben stimmten. Dies sei zum Teil auch öffentlich in den Seminaren geschehen.

Trotzdem tagte dann kurzerhand eine neue Kommission unter Vorsitz des geschĂ€ftsfĂŒhrenden Direktors Ekkehard Felder, der sich dafĂŒr selbst ins Amt gesetzt hatte. Aufgrund dieser Vorkommnisse wollten die Studierenden dieser Runde auch weiterhin fernbleiben. Ohne die Vertreter beschloss man daher, dem FakultĂ€tsrat den Kauf von öffentlichen Möbeln im Wert von etwa 30.000 Euro und die Bewilligung einer Studiendozentur vorzuschlagen.

Die Fachschaft sieht darin einen illegalen Vorgang, denn schließlich dĂŒrfe sich der Vorsitzende erstens nicht selbst ernennen und zweitens sei die Kommission erst dann handlungsfĂ€hig, wenn mindestens die HĂ€lfte der Mitglieder anwesend sei. Außerdem hĂ€lt man diese VorschlĂ€ge fĂŒr eine Verschwendung der StudiengebĂŒhren. „Wir sehen mittlerweile einen weiteren Vertrauensaufbau und inhaltliche Zusammenarbeit mit dem derzeit Verantwortlichen in weite Ferne gerĂŒckt. Als Minimum demokratischer Umgangsformen fordern wir nun eine formal saubere Lösung bei der Verwendung unserer GebĂŒhren, denn schließlich sind es studentische Gelder, ĂŒber die hier entschieden wurde“, so ein Mitglied der Fachschaft in einer Pressemitteilung vom Februar.

Felder bedauert diese Haltung, denn die Zusammenarbeit habe gerade im letzten Jahr gezeigt, dass die Kommission konstruktive Projekte zur Verbesserung der Studienbedingungen auf den Weg bringen könne. „Die Erweiterung des Studienangebotes im Grundstudium ist ein gutes Beispiel fĂŒr die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Professoren und Studenten in der Vergangenheit“, so der GeschĂ€ftsfĂŒhrende Direktor des Germanistischen Seminars.

Wie von der Fachschaft befĂŒrchtet, sind die VorschlĂ€ge der ‚neuen‘ StudiengebĂŒhrenkommission in der Zwischenzeit vom FakultĂ€tsrat bestĂ€tigt worden. Deshalb wird es am Germanistischen Seminar wohl bald neue StĂŒhle geben.

von Phillip Rudolf
   

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