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 Heidelberg
06.05.2008

RĂĽckzug mit Herzschmerz

Das Alte Hallenbad sucht einen neuen Investor

Die Zukunft des Alten Hallenbades ist offen. Nachdem der Verkauf wegen Formfehler bei der Ausschreibung ungĂĽltig war, sprangen jetzt die ersten Investoren ab. Darunter sind auch diejenigen, dessen Konzept einst die Zusage erhielt.

Oliver und Ralf Weidenhammer beteiligen sich nicht an der seit April 2008 laufenden europaweiten Ausschreibung für den Verkauf des Alten Hallenbades. Zu ihrem Rücktritt präsentierten die Investorenbrüder in ihren Büros das Modell,
wie das Alte Hallenbad nach der Sanierung hätte aussehen sollen. Die Außenliegeplätze im zweiten Stockwerk auf der Seite Poststraße in Verbindung mit der begrünten Fläche am Eingang erinnern an eine einladende Erhol-Oase. Auch das alte zylinderförmige Marmorbecken im Damenbad verleiht dem Bad ein ureigenes Flair und soll trotz teurer Sanierungskosten erhalten bleiben.

Ursprünglich wollten die Weidenhammers das alte Hallenbad kaufen und sanieren. Geplant war eine kulturelle und kommerzielle Nutzung inklusive Schwimmbad, Kindergarten, Gastronomie und Bürovermietung. Doch ein Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorfs stoppte im Juni die Planungsarbeiten. Der Grund: Dem Verkauf des Alten Hallenbades hätte eine europaweite Ausschreibung vorausgehen müssen.

"Nicht kostendeckend"

Nach den neuesten Berechnungen der Gebrüder Weidenhammer müsste man für das Konzept – aufgrund Eingliederung weiterer Objekte, Denkmalschutz, Akustikerhalt – etwa zehn Millionen Euro investieren. „Wir bräuchten Mindesteinnahmen von 360.000 Euro, damit das Konzept mit Kulturnutzung kostendeckend wäre“, erklärt Oliver Weidenhammer. „Das ist aus den kulturellen und den weiteren Nutzungen nicht zu erwirtschaften.“

Eine „funktionale Sanierung des Gesamtgebäudes, die den Zwecken dient“, und den Bedingungen der Stadt gerecht wird, sei außerdem ein „extrem komplexes Projekt“ und ohne eine kooperative Haltung der Stadt, das „Objekt gemeinsam mit den Investoren nach vorne zu treiben“, nicht möglich.

Ungewisse Zukunft - bis Oktober

Bernhard Fauser, Leiter des Unterwegstheaters, bedauert den Ausstieg der Investoren Weidenhammer. Im Konzept der Weidernhammers wäre Fauser der Hauptmieter gewesen. Das Unterwegstheater darf nunmehr nur bis Ende Juli 2008 in den Räumen des Alten Hallenbades bleiben. Die Zukunft danach ist ungewiss.

Neben den Weidenhammers hatten sich auch Friedrich Georg Hoepfner mit dem Konzept „Forum Heidelberg“ (Markthalle, Gastronomie, Hotel, Eventplatz) und Hans-Jörg Kraus mit dem Konzepttitel „Frischer Wind in alten Mauern“ (Design-Kaufhaus, Heidelberger Tanzschule Nuzinger, Gastronomie, alternativ eine internationale Galerie oder ein Auktionshaus) beworben.

Laut Heidelberger Liegenschaftsamt sind bis Redaktionsschluss noch keine Bewerbungen eingegangen. Es bleibt abzuwarten, ob Hoepfner und Kraus mit ihren Konzepten eine erneute Bewerbung für den Kauf des Alten Hallenbades im Rahmen der europaweiten Ausschreibung einreichen werden. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 16. Oktober 2008.

von Sade Gök
   

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