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 Hochschule
28.04.2009

GedrÀnge in der Krehl

Die Sozialwissenschaften klagen ĂŒber wenig Platz

Studenten der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften sind unzufrieden nach dem Umzug ihrer FakultÀt in die Krehl-Klinik: die wenigen SeminarrÀume sind zu klein, es fehlt an Möglichkeiten zur fexiblen Raumkoordination.

Mehr als 3000 VWL-, Soziologie und Politikwissenschaftsstudenten studieren seit Semesterbeginn in der ehemaligen Ludolf-Krehl-Klinik unter einem Dach. Doch nach dem Umzug herrscht Platzmangel: In der ersten Sitzung des Oberseminars Nahost am Institut fĂŒr Politische Wissenschaft (IPW) fanden sich rund 100 Studenten ein. Laut Dekan Professor Manfred G. Schmidt fasst der Seminarraum aber nur maximal 65 Personen, der Rest musste auf dem Flur stehen. Die Suche von Seminarleiter Rolf Steltemeier nach einem grĂ¶ĂŸeren unbelegten Seminarraum blieb erfolglos. Somit war die Analyse des Nahostkonflikts fĂŒr 35 Studenten beendet, bevor sie ĂŒberhaupt beginnen konnte.

Dabei sollte der „Campus Bergheim“, wie die Krehl-Klinik nun heißt, dem IPW mehr Platz bieten. „Wir haben hier etwa ein Drittel mehr Platz fĂŒr Lehrveranstaltungen als in der Altstadt“, erklĂ€rt IPW-Leiter Professor Aurel Croissant. FĂŒr die meisten Veranstaltung trifft das seiner Ansicht nach auch zu: Nur fĂŒnf Seminare von 71 Veranstaltungen klagen ihm zufolge ĂŒber Platzmangel. „Das sind weniger als zehn Prozent“, beruhigt Croissant. Auch das ĂŒberfĂŒllte Nahost-Seminar sei nur ein vorĂŒbergehendes „singulĂ€res PhĂ€nomen“. Mittelfristig werde sich die Situation normalisieren, da mit dem Auslauf des Magisterstudiengangs auch die Anzahl der Studierenden zurĂŒckgehe.

FĂŒr die Fachschaft Politik ist das Lehrangebot der vergangenen Jahre mitverantwortlich an der aktuellen Situation: „Das Thema Nahost ist bisher nie behandelt worden, so dass nun großer Nachholbedarf besteht“, sagt IPW-Fachschaftsmitglied Alexey Yusopov. Zudem vermissen die Fachschaften einen „Raumpool“ aller drei FĂ€cher. Bisher plant jedes Institut mit seinen zugewiesenen RĂ€umen, was eine flexible Raumkoordination verhindere.

Dekan Schmidt rĂ€umt derweil ein, von dem Andrang auf das Oberseminar â€žĂŒberrollt“ worden zu sein: „Bei der Ausarbeitung des Lehrangebots haben wir das in diesem Ausmaß nicht erwartet.“ Allerdings sei bereits vor dem Umzug klar gewesen, dass man vorerst noch „RĂ€ume außerhalb“ der Krehl-Klinik nutzen mĂŒsse. Erst wenn der „Bauabschnitt 2“ der Krehl-Klinik 2011 bezugsfertig sei, werde sich die Lage vollkommen normalisieren.

Auch die Soziologie klagt ĂŒber Platzmangel. Laut Fachschaft empfahlen die Dozenten ĂŒberfĂŒllter Seminare den Studenten, in weniger besuchte Kurse zu wechseln. Im Alfred-Weber-Institut (AWI) fĂŒr Wirtschaftswissenschaften ist die Lage nicht ganz so dramatisch. Die RĂ€ume sind zwar „eng bemessen“, aber es gab noch „keine grĂ¶ĂŸeren Probleme“, so Sebastian Zilch von der Fachschaft des AWI. Die ÜbungsrĂ€ume sind groß genug fĂŒr die Studentenanzahl , auch wenn nicht jeder an den Tischen sitzen kann.

Die Studentenvertretungen der drei Institute rĂ€umen allerdings ein, dass sich einiges verbessert hat: Die Krehl-Klinik sei offener, freundlicher und biete insgesamt gesehen mehr Platz. Vor allem treffen sich die Studenten der drei Institute nun eher als in der Altstadt. „Das StudiengefĂŒhl ist angenehmer als vorher“, meint Alexey Yusopov.

Dekan Schmidt ist vor allem mit dem gemeinsamen Medienzentrum zufrieden: „Das außerordentliche Medienangebot ist fĂŒr Lehrende, Forschende und Studierende das Attraktivste, was sich in Heidelberg befindet.“ Trotzdem gibt es Yusopov zufolge noch einiges zu verbessern, wie zum Beispiel die Ausleihregelung der Bibliothek und die Öffnungszeiten des CafĂ©s.

von Ronja Ritthaler
   

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