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 Hochschule
28.04.2009

„Jedes Team braucht einen Captain“

Rektor Eitels erste Sprechstunde ruft gemischte Reaktionen hervor

Offenes Ohr fĂŒr Studenten oder nur PlatitĂŒden? Der Rektor zieht nach der Sprechstunde ein positives ResĂŒmee, bei den Studenten fĂ€llt es durchwachsen aus. Und was hat das Ganze mit Eitels Kindern zu tun?

Per E-Mail an alle Studierenden kĂŒndigte das Rektorat im April die erste Studenten-Sprechstunde von Rektor Bernhard Eitel an. Doch die bestand nur aus einer Stunde am 16. April. Laut Mail ein Dienstag, in Wahrheit jedoch ein Donnerstag. Dem Rektorat zufolge war die Resonanz dennoch groß: Eitel sprach mit 16 Studierenden. Um keinen vertrösten zu mĂŒssen, verlĂ€ngerte er die Sprechzeit um eine halbe Stunde.

Das Rektorat zieht ein positives Fazit: Die Sprechstunde sei eine gute Möglichkeit fĂŒr den Rektor, die Probleme der Studenten „nochmals persönlich“ zu hören. Noch im laufenden Semester soll eine weitere Sprechstunde folgen.

Die Studenten bewerteten die GesprĂ€che unterschiedlich. Miriam Reiner, die mit Eitel ĂŒber die Probleme im Institut fĂŒr Sportwissenschaft sprach, fĂŒhlte sich ernst genommen: „Er hat sich Zeit genommen und wusste, worum es ging.“ Ganz anders sieht das Jura-Student Michael Kolain: „Eitel speiste mich in zehn Minuten mit PlatitĂŒden ab, obwohl ich ihm zwei Tage vorher detaillierte Fragen geschickt hatte.“

„Da Eitel mit der Sprechstunde die Studierenden miteinbeziehen wollte, habe ich ihn nach mehr studentischer Mitsprache  gefragt“, meint ein anderer enttĂ€uschter Teilnehmer. Der Rektor habe hierauf einen Vergleich zu gescheiterten Demokratisierungsprozessen im postkolonialen Afrika gezogen. „Es kamen SprĂŒche wie: ‚Jedes Team braucht einen Captain‘ und wenn er fĂŒnf Kinder hĂ€tte, die im Familienbetrieb mitentscheiden dĂŒrften, wĂŒrde das auch nicht funktionieren.“

Die Zukunft und finanzielle Lage des Romanischen Seminars brachte Sebastian Völker zur Sprache. „Die AtmosphĂ€re war sehr gut, aber man darf sich nichts vormachen lassen“, meint er im Nachhinein.

von Johannes Eberenz
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