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 Klecks und Klang
10.05.2011

The Strokes

Angles

Was erwartet man von einem neuen Album der Strokes, das fünf Jahre auf sich warten ließ? Was sind die Anforderungen an den musikalischen Output einer fast schon legendären Band, die eine ganze Generation und ein Genre prägtesowie einen unverwechselbaren Sound kreierte?

Was erwartet man von einem neuen Album der Strokes, das fünf Jahre auf sich warten ließ? Was sind die Anforderungen an den musikalischen Output einer fast schon legendären Band, die eine ganze Generation und ein Genre prägtesowie einen unverwechselbaren Sound kreierte?

Natürlich erhofft man sich etwas, das alle Erwartungen übertrifft, etwas Einzigartiges, das jeden in lang anhaltendes Staunen und große Bewunderung versetzt. Was, wenn das neue Album „Angles“ jedoch einfach nur gut ist?
Die mittlerweile vierte Studio-Produktion der Strokes stellt eine reife Weiterentwicklung der bisherigen Diskografie dar, indem Elemente aus „Room on Fire“ (2003) sowie des letzten Erfolgsalbums „First Impressions of Earth“ (2005) verbunden werden. „Angles“ birgt nichts übermäßig Neues, sondern überzeugt mit klassischem, bekannten Garage-Sound sowie überzeugenden Songs in gewohnt nüchternem Arrangement. Zehn Lieder, eine gute halbe Stunde und Schluss.

Das alles soll nicht heißen, dass es auf dem aktuellen Longplayer der fünf New Yorker nichts Neues zu hören gäbe. Schon der überragende Opener „Machu Picchu“ zeigt mit groovigem Half-Time Beat, gewohnt lässig röhriger Stimme Julian Casablancas’, doppeltem Gitarrensound und originellem Synthesizereinsatz, dass dieses Album keines Wegs nur ein schwacher Abklatsch der vorangegangenen Strokes-Platten ist. Eher halten die einstigen Indie-Pioniere an Bewährtem fest und ergänzen dies mit zusätzlichem Touch und neuen Ideen. So erinnern auch „Under Cover of Darkness“ und „Two Kinds of Happiness“ an frühere Zeiten.

Danach flacht es musikalisch etwas ab, wobei „Call Me Back“ und „Gratisfaction“ gegen Ende die Platte um zwei abwechslungsreiche Titel bereichern. Zehn Jahre nachdem die Strokes mit dem ersten Album „Is This It“ ihren Durchbruch gestartet hatten, gelingt es den fĂĽnf virtuosen Musikern, einen weiteren potentiellen Klassiker zu veröffentlichen, weil sie sich treu geblieben sind und trotzdem nicht den Mut verloren haben, ihrer musikalischen Entwicklung Ausdruck zu verleihen. 

von Jan Gutknecht
   

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