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 Klecks und Klang
03.11.2011

Florence + The Machine

Ceremonials

Eigentlich hätte Florence Welch ihr neues Album gerne „Violence“ genannt. Nicht etwa, weil das neue Album von Florence + The Machine ihre unterdrĂĽckten Aggressionen preisgibt.  Nein, vielmehr will sie auf gewaltige Emotionen anspielen.

Mit dieser Erklärung scheint „Violence“ als Titel fast besser zu passen als „Ceremonials“. Tatsächlich ist das neue Album vollgepackt mit epischen, gewaltigen Melodien. Wie auch bei „Lungs“ dürfen sanfte Harfenklänge und eingängige Refrains nicht fehlen. Wie auch bei Lungs würde man zu gerne mitsingen, wenn man in solch hohen Tonlagen überhaupt noch eine Stimme hätte.

Zwei Jahre liegen zwischen dem Vorgänger und dieser Platte, zwei Jahre, die man hören kann. Florences Stimme klingt viel melodischer. Während sie auf „Lungs“ oft mehr ins Mikrofon schreien musste, um die hohen Tonlagen zu erreichen, scheint sie nun um einiges treffsicherer und ruhiger. 

Wer auf die Texte hört, merkt, dass sich dieses Album mit ähnlichen Themen befasst wie „Lungs“. „What the Water Gave Me“, handelt von dem Selbstmord Virginia Woolfs, welche ihren Wintermantel mit Steinen volllud und ins Wasser watete. Trotz solch einem finsteren Thema gelingt es Florence, den Hörer mit dem nächsten Lied, „Never Let Me Go“, aus der sich anbahnenden Finsternis zu ziehen. Der eigentliche Hit dieses Albums ist allerdings eindeutig „No Light, No Light“, die zweite Singleauskopplung. Die melodischen Harfenklänge werden von einer Orgel begleitet, eine Kombination, die nicht nur in diesem Lied gut gelungen ist. 

Generell ist die Platte um einiges heiterer als „Lungs“. Vielleicht hat sie sich musikalisch nicht sonderlich weiterentwickelt, doch ist dieses Album ein gelungener Nachfolger für ein so bahnbrechendes Debüt.

von Anna WĂĽst
   

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